Euro mit Know-how aus Österreich: Geldzentrum startet Druck der Euro-Banknoten

Wien (OTS) - Für die Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH (OeBS) bricht das Euro-Bargeldzeitalter schon am 20. Oktober 1999 an: Die Tochtergesellschaft der Oesterreichischen Nationalbank beginnt heute mit der Großserienfertigung der Banknoten für die gemeinsame europäische Währung. Den Anfang macht die Zwanzig-Euro-Banknote, danach folgt der Euro-"Hunderter".

Bis zum dritten Quartal 2001 wird die OeBS 520 Millionen Banknoten mit einem Nominalwert von rund 30 Milliarden Euro (rund 413 Milliarden Schilling) drucken. Für den Druck werden nahezu 500 Tonnen eines Spezialpapiers auf Baumwollbasis eingesetzt, das die Haltbarkeit der Banknoten sicherstellt. Aneinander gereiht ergeben die im Geldzentrum in der Wiener Garnisongasse gedruckten Euro-Scheine eine Strecke von rund 80.000 Kilometern, dem zweifachen Äquatorumfang. Mit den Euro-Banknoten ließe sich auch ein Turm von beachtlichen 50 km Höhe bauen.

Der sichtbarste Anteil unseres Landes an den künftigen europäischen Banknoten ist ihr Design: Es wurde vom Banknotendesigner der OeBS, Robert Kalina, geschaffen. Mit seinem Konzept "Fenster, Tore, Brücken", das für Offenheit und Verbundenheit im vereinten Europa steht, gewann er 1996 den Wettbewerb für die Gestaltung der Euro-Banknotenserie. Kalina ist auch für das Design der Schilling-Banknoten verantwortlich.

Gemeinsam mit der OeBS fertigen zehn weitere europäische Banknotendruckereien die Geldscheine für die neue Währung. Insgesamt werden von diesen Druckereien mehr als 13 Milliarden Euro-Banknoten hergestellt. Ein Teil davon wird in Abstimmung mit der Europäischen Zentralbank als Reserve gehalten.

Damit die Qualität der Banknoten in allen Druckereien einheitlich ist, wurden für jeden Wert Referenzdruckbögen hergestellt. Spezialisten der Europäischen Zentralbank (EZB) haben die Euro-Andrucke in allen Details mit den offiziellen Musterbögen abgeglichen. Die OeBS hat diese Prüfung erfolgreich hinter sich gebracht und erhielt von den EZB-Experten grünes Licht für die Großserienfertigung.

Dass die Banknotendruckerei in Wien die hohen Qualitätsansprüche für den Euro-Druck problemlos erfüllen konnte, ist auf das jahrzehntelange Know-how der OeNB-Tochter und die High-Tech-Ausstattung des neuen Geldzentrums zurückzuführen. Es gilt als eine der modernsten Sicherheitsdruckereien Europas. Der Druck des Euro ist auch eine Weichenstellung für die Zukunft des Unternehmens. OeBS-Geschäftsführer Mag. Josef Schneider: "Wir haben eine lange Tradition und weltweit einen ausgezeichneten Ruf in der Herstellung von Qualitätsbanknoten. Der Euro wird - ebenso wie die Schilling-Banknoten - eine wichtige Referenz für unseren Erfolg im internationalen Wettbewerb sein."

Wie die Schilling-Banknoten verfügt auch der Euro über modernste Sicherheitsmerkmale. So werden alle hochwertigen Druckverfahren wie Simultan-Offsetdruck, Linien-Tiefdruck und Siebdruck eingesetzt und zusätzliche Elemente wie Metallfolien auf die Noten aufgebracht. Moderne Sicherheitsmerkmale der aktuellen europäischen Banknoten, wie etwa die Kinegram(TM)-Technik, wurden übrigens weltweit erstmals von Experten der OeBS auf einer österreichischen Banknote eingesetzt. Geschäftsführer Dr. Wolfgang Färber: "Mit unseren innovativen Techniken sichern wir die hohe Qualität des Euro und anderer Produkte unseres Unternehmens. Darüber hinaus wird das Know-how international vermarktet."

Die Expertise der heimischen Banknotendrucker steckt aber auch in jenen Maschinen, die bei der OeBS die Qualität jeder einzelnen Euro-Banknote kontrollieren. Dieses gemeinsam mit dem Forschungszentrum Seibersdorf entwickelte "Austrian Banknote Checking System" prüft pro Minute 700 frisch gedruckte Geldscheine auf bis zu hundert verschiedene Kriterien. Das Bildverarbeitungssystem erkennt in Sekundenbruchteilen selbst minimale Fehler und scheidet die betreffende Note sofort aus.

Die Euro-Produktion wird auch äußerst umweltschonend sein: So wurde von der OeBS für die beim Tiefdruck anfallende Reinigungslauge ein neuartiges Recyclingverfahren entwickelt, mit dem 98 Prozent der Lauge rückgewonnen werden kann.

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Hochwertiger Druck - sicheres Geld
Für den Druck der Euro-Banknoten werden alle hochwertigen
Druckverfahren wie Simultan-Offsetdruck (Bild), Linien-Tiefdruck
und Siebdruck eingesetzt. Damit die Qualität der Euro-Banknoten in
allen Druckereien einheitlich ist, wurden für jeden Wert
Referenzdruckbögen hergestellt und mit den Euro-Andrucken
abgeglichen. Foto: OeBS, Oktober 1999

Druckplattenwechsel für den Euro
Nach dem Start der Euro-Großserienfertigung am 20. Oktober 1999
werden zunächst die Zwanzig-Euro-Banknote und danach der
Euro-"Hunderter" auf der Super-Simultanmaschine in einem Arbeitsgang
beidseitig bedruckt. Foto: OeBS, Oktober 1999

Euro-Andruck in Wien
Für das Geldzentrum in der Wiener Garnisongasse beginnt das
Euro-Bargeldzeitalter schon am 20. Oktober 1999: Bis zum dritten
Quartal 2001 wird die Oesterreichische Banknoten- und
Sicherheitsdruckerei (OeBS) 520 Millionen Euro-Banknoten mit einem
Nominalwert von rund 30 Milliarden Euro (rund 413 Milliarden
Schilling) drucken. Das Design stammt vom Banknotendesigner der OeBS,
Robert Kalina. Foto: OeBS, Oktober 1999

Rückfragen: Mag. Josef Schneider, Dr. Wolfgang Färber
Geschäftsführer Oesterreichische Banknoten- und Sicherheitsdruck GmbH
(OeBS), Telefon 01/316 90-1405

Mag. Josef Schneider, Dr. Wolfgang Färber -
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