IHS-Länderranking bestätigt Österreichs hervorragende Arbeitsmarktsituation-

Österreich auf Rang 2 in Europa

Wien, 19. Oktober 1999 (BMAGS).- Auf der Basis der wichtigsten Arbeitsmarktkennziffern des Jahres 1998 hat das Institut für Höhere Studien (IHS) eine Reihung der EU-Länder vorgenommen. Zur Bewertung wurden dabei die Gesamtarbeitslosenquote, die Jugendarbeitslosenquote, der Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit, die Beschäftigungsquote sowie die Beschäftigungsquote in Vollzeitäquivalenten auf der Grundlage der EUROSTAT-Datenquellen herangezogen. Im diesem Gesamtranking liegt Österreich - bezogen auf den Jahresdurchschnitt 1998 - auf Rang 2.****

Das vom IHS vorgenommene Länderranking bewertet die folgenden Arbeitsmarktindikatoren:

  • Gesamtarbeitslosenquote
  • Jugendarbeitslosenquote
  • Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit
  • Beschäftigungsquote
  • Beschäftigungsquote in Vollzeitäquivalenten

Nach diesem Ländervergleich liegt Österreich im Gesamtranking bezogen auf den Jahresdurchschnitt 1998 hinter Dänemark auf Rang 2. Gefolgt von Großbritannien, Portugal, Luxemburg und Schweden.

Vor allem auf Grund der äußerst ungünstigen
Beschäftigungsquote in Vollzeitäquivalenten liegen die Niederlande trotz niedriger Gesamtarbeitslosenquote nur im Mittelfeld, gefolgt von Finnland, Deutschland, Frankreich, Irland und Belgien. Schlusslichter der Reihung bilden die Mittelmeerländer Griechenland Spanien und Italien.

Österreichs Position im Detail:

Bei der Gesamtarbeitslosenquote 1998 nimmt Österreich mit 4,7%
Rang 3 hinter Luxemburg und den Niederlanden ein. Der EU-Durchschnitt liegt mit 10,0% um mehr als das Doppelte höher.

Bei der Jugendarbeitslosenquote 1998 hält Österreich mit 6,6%
eine herausragende Führungsposition. Lediglich Luxemburg, Dänemark und die Niederlande haben 1998 mit Quoten von 6,9% bis 7,8% annähernd vergleichbare Werte erreicht. Der EU-Durchschnitt 1998 beträgt - vor allem auf Grund der extrem hohen Quoten der südlichen Mitgliedsländer mit Ausnahme Portugals - beinahe 20%.

Der Anteil der Langzeitarbeitslosigkeit an der Gesamtarbeitslosigkeit erreicht laut EUROSTAT im Jahr 1998 in Österreich 29,2%. Im EU-Vergleich stellt dies den drittniedrigsten Wert hinter Dänemark und Finnland dar.

Bei der Gesamtbeschäftigungsquote liegt Österreich 1998 mit
70,1% hinter Dänemark, Großbritannien und Schweden an vierter Stelle.

Bei Umrechnung der Beschäftigungsquote in Vollzeitäquivalente rückt Österreich jedoch mit 65,0% hinter Dänemark an die zweite Stelle vor. Die relativ hohen österreichischen Vollzeitäquivalente sind auf den nach wie vor unterdurchschnittlichen Anteil an Teilzeitbeschäftigten zurückzuführen (Europäische Union: 18,1% Teilzeitbeschäftigte, Österreich: 15,6%). Die Niederlande mit beinahe 40% Teilzeitbeschäftigung fallen dagegen bei diesem Indikator deutlich zurück.

(schluss)

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