Wohnbau in NÖ bewirkt heuer Investitionen von 19 Milliarden

Prokop und Höger: Bund darf Mittel nicht kürzen

St.Pölten (NLK) - Der Wohnbau ist auch heuer ein wesentlicher Schwerpunkt der NÖ Landespolitik. Konkret werden 1999 6,3 Milliarden Schilling in den Wohnbau in Niederösterreich gehen und bauwirksame Investitionen von rund 19 Milliarden Schilling auslösen. Im Landesbudget 2000 sind für die Wohnbauförderung sogar 7,6 Milliarden Schilling vorgesehen. Diese Zahlen gaben heute die Landeshauptmannstellvertreter Liese Prokop und Ernst Höger aus Anlaß der Sitzung des Wohnbauförderungsbeirates bekannt, bei dem wieder rund zwei Milliarden Schilling an Darlehen zum Bau bzw. zur Sanierung von Häusern und Wohnungen beschlossen werden. Man will mit der Vergabe dieser Mittel neben dem grundsätzlichen Auftrag der Wohnbauförderung auch die Baukonjunktur in Schwung halten und die Winterarbeitslosigkeit in dieser Branche abfedern. Nach dem Motto "Neubau soviel wie notwendig, Sanierung soviel wie möglich" werden heuer wieder mehr Wohneinheiten saniert als neu gebaut. 9.800 neuen Wohneinheiten stehen 10.900 sanierte Wohneinheiten gegenüber, so Prokop. "Unser Ziel war und ist es, Menschen zu Wohnungen und Eigenheimen zu verhelfen, die sie sich auch leisten können. Außerdem werden mit diesen Investitionen 28.500 Arbeitsplätze im Bau- und Baunebengewerbe gesichert" Kräftige Zuwächse gegenüber dem Vorjahr gab es heuer auch bei ökologischen Maßnahmen wie der Förderung der Solarenergie, der Heizkesseltausch-Aktion und der Öko-Eigenheimförderung. Prokop stellte außerdem klar, daß die Übertragung der Abwicklung der Rückzahlung der Wohnbauförderungsdarlehen vom Land auf die Landesbank keine finanziellen Nachteile für die Darlehensnehmer habe werde. Es handle sich dabei um eine reine Verwaltungsvereinfachung. Für die Rückzahlung der Darlehen könne weiterhin kostenlos ein Zahlschein verwendet werden. Ebenso werden Bestätigungen für das Finanzamt weiterhin kostenlos zugesendet und Kunden mit Dauerauftrag von einer Erhöhung der Rückzahlungsannuitäten informiert. Prokop: "Noch in dieser Woche werden 150.000 Niederösterreicher zur Klarstellung dieser Sachlage einen Brief erhalten."

Landeshauptmannstellvertreter Ernst Höger, der sich bekanntlich aus der Landespolitik zurückzieht, wird künftig auch nicht mehr im Wohnbauförderungsbeirat vertreten sein. Über seinen Nachfolger wird am 11. November der Parteivorstand entscheiden. Für Höger war und ist die Wohnbauförderung des Landes ein wichtiges gesellschaftspolitisches und wirtschaftspolitisches Instrument, das ständig den Erfordernissen angepaßt wurde und im ganzen Land Impulse ausgelöst hat. Höger: "Während in anderen Bundesländern derzeit über eine Umstellung von der Objekt- auf die Subjektförderung diskutiert wird, gibt es in Niederösterreich seit nunmehr acht Jahren eine Mischung aus Objekt- und Subjetförderung, die sich auch bewährt." Sowohl Prokop als auch Höger sprachen sich zudem ganz klar gegen eine Kürzung der Wohnbauförderungsmittel seitens des Bundes aus. "Auch der neue Finanzausgleich 2001 muß - angepaßt auf die künftigen Anforderungen - entsprechende Mittel für die Länder bereitstellen."

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