Geisterfahrten nehmen kein Ende

Bauliche Maßnahme, übersichtliche Beschilderung und

Wien (OTS) - Punkteführerschein als Mittel gegen Schreckgespenst Geisterfahrer =

Bereits das zehnte Todesopfer kam dieses Jahr durch
eine Fahrt auf der falschen Richtungsfahrbahn ums Leben. Erst dieses Wochenende mußte ein 34-jähriger Autofahrer seinen Irrtum mit dem Leben bezahlen, als er gegen 4.50 Uhr auf der Südautobahn im Gemeindegebiet von Leobersdorf gegen einen Pkw prallte. Der andere Lenker wurde schwer verletzt.

Die Ursachen für Geisterfahrten sind in mehr als einem Drittel aller Fälle Alkoholisierung, nahezu die Hälfte aller festgestellten Falschfahrten wurde durch unerlaubtes Wenden oder durch falsches Auffahren bei Autobahnknotenpunkten bzw. Raststationen verursacht.

Um diesem Horror auf den Autobahnen ein Ende zu setzen, fordert das Kuratorium für Verkehrssicherheit folgende Maßnahmen:

+ Schon vor dem Auffahren auf die Autobahn sollten durch eindeutige und klare Führung der Lenker Verwirrungen und Unklarheiten ausgeschlossen werden. Die Autobahnauf- und -abfahrt sollten baulich getrennt und deutlich gekennzeichnet nebeneinander liegen - die Ideallösung ist der Kreisverkehr. Auch die anläßlich der Vignettenpflicht errichteten Kontrollbuchten bei Autobahnauffahrten sollten zur stichprobenartigen Überwachung und für Alkotests verwendet werden.

+ Am Knotenpunkt, an den Zu- und Abfahrten bzw. zu den Rast-und Parkplätzen ist eine eindeutige Verkehrsführung durch übersichtliche Beschilderung zu gewährleisten.

+ Einführung des Punkteführerscheins, um rücksichtslose und überfordertete Kraftfahrer besser in den Griff zu bekommen. Das Problem der Falschfahrten auf Autobahnen ist ein Problem des gesamten Straßenverkehrs und darf nicht isoliert betrachtet werden.

Technische Einrichtungen, die die falsch fahrenden Fahrzeuge manövrierunfähig machen (z.B. Reifenschlitzer) sind aus sicherheitstechnischen Gründen abzulehnen, da Folgekollisionen zu befürchten sind. Außerdem sind die sogenannten 'Reifenkrallen' bei Eis nicht funktionstüchtig.

In der Woche von 11. bis 17. Oktober 1999 kamen 12 Menschen ums Leben.

Vermutliche Hauptunfallursachen waren: nicht-angepaßte Fahrgeschwindigkeit (4), Vorrangverletzung (1), Überholen (1), Übermüdung (1) und Geisterfahrt (1). Bei drei Verkehrsunfällen konnte die Ursache bisher nicht ermittelt werden. Von 1. Jänner bis zum 17. Oktober dieses Jahres gab es damit auf dem österreichischen Straßennetz vorläufig 854 Verkehrstote, im Vergleichszeitraum des Vorjahres verunglückten nach endgültigen Zahlen 757 Menschen tödlich.

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Mag. Barbara Pirklbauer
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