Bau des Nußdorfer Steges in der Endphase

Bequeme stiegenfreie Verbindung in Richtung Nordsteg/Donauinsel

Wien, (OTS) Bisher war der Nordsteg nur über die Nußdorfer Brücke auf einem unmittelbar neben dem dahinbrausenden Autoverkehr verlaufenen Gehweg zu erreichen. Auf der Seite des 19. Bezirks ist dieser Gehweg durch eine Stiegenanlage mit dem Uferbegleitweg verbunden, die zwar mit einer "Schieberinne" versehen ist, aber
die Querung des Donaukanals in diesem Bereich nicht gerade erleichtert. Die engen Rampen auf Seiten des 20. Bezirks lassen ebenfalls nur ein Schieben des Fahrrades zu. Es lag also nahe,
eine neue (auch behindertengerechte) Fuß- und Radwegeverbindung
vom 19. Bezirk über den Donaukanal in den 20. und 21. Bezirk zum Nordsteg und weiter zur Donauinsel zu schaffen. Die Errichtung des "Nußdorfer Steges" im Bereich der Holzgasse, etwa 30 Meter stromaufwärts von der Straßenverbindung Nußdorfer Brücke, geht nunmehr in die Endphase. Mit dem neuen Steg wird eine stiegenfreie bequeme Verbindung vom 19. Bezirk zum Naherholungsgebiet
Donauinsel hergestellt. Die Arbeiten unter der Federführung der MA 29 - Brückenbau und Grundbau (Geschäftsgruppe Planung und Zukunft) sind Mitte Juni dieses Jahres angelaufen und sollen Ende Jänner 2000 abgeschlossen werden. Aufgrund des derzeitigen
Baufortschritts wird aber damit gerechnet, dass - so Ing. Franz Urban von der Bauleitung der MA 29 - das Benützen der neuen Donaukanalquerung ab Ende November möglich sein wird.****

Bequeme Verbindung durch Rampen statt Stiegen

Das Brückentragwerk hat eine Länge von 48 Metern und eine nutzbare Breite von 3,5 Metern. Auf beiden Seiten befinden sich -stromaufwärts gesehen - Rampen mit einer Länge von 40 Metern, deren maximale Neigung 6 Prozent beträgt und damit durchaus behindertenfreundlich ist. Für besonders "Eilige", die die Gehwege abkürzen möchten, sind auch - stromabwärts gelegen - Stiegen vorhanden. Dazu Ing. Urban: "Die Situierung des Steges bringt eine ideale Anbindung an das neue Amtsgebäude in der Muthgasse mit sich und zudem eine Verbindung über die Holzgasse zum U-Bahn-Tunnel in Heiligenstadt. Nicht nur optisch ansprechend, sondern auch dem Sicherheitsbedürfnis entgegenkommend sind die Handläufe von innen her beleuchtet. Sollte später einmal im Rahmen der laufenden Gestaltung der Donaukanalufer an eine Geh- und Radwegführung unmittelbar am Ufer gedacht werden, ist das durch die Rampenkonstruktion möglich. Wir haben uns überhaupt bemüht, die Betonansichtsflächen auf ein Minimum zu reduzieren".

Skelettbauweise fügt sich harmonisch in die Uferlandschaft

Von der Gestaltung her ist das Tragwerk als sehr leicht wirkendes Rohrfachwerk ausgebildet, das in 15 Felder unterteilt
ist und eine leichte Bombierung aufweist. Um die Stützmauern möglichst klein zu halten, wird jeweils der vordere Rampenteil von Stahlschützen getragen, was der Gesamtkonstruktion eine gewisse Leichtigkeit verleiht, ohne deshalb die statische Sicherheit zu beeinträchtigen. Das Haupttragwerk wird im Werk vorgefertigt und dann auf einem Lastschiff auf dem Donaukanal eingeschwommen. Vor
Ort wird das Tragwerk dann von zwei auf den Ufern stehenden Schwerlastkränen in die endgültige Lage eingehoben. Dieser Einhebevorgang wird voraussichtlich um den 12. November herum erfolgen.

Bei der Situierung des Steges und bei der Anlage der Rampen wurde auch auf den Baumbestand größte Rücksicht genommen, die Beeinträchtigung der Uferlandschaft konnte auf ein Minimum reduziert werden. Naturgemäss haben diese Maßnahmen ihren Preis:
Die Gesamterrichtungskosten des Nußdorfer Steges belaufen sich auf rund 14,5 Millionen Schilling. (Schluss) pz/vo

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