Frauenhäuser äussern sich besorgt über politische Situation

Wien (OTS)- Anlässlich der Fachtagung des "Vereins Autonome Österreichische Frauenhäuser" (AÖF) vom 13. - 15. 10. 1999 in Meran äusserten sich die Teilnehmerinnen besorgt über die aktuelle politische Situation in Österreich.

Die massiven Ausgrenzungs- und Spaltungstendenzen der FPÖ im Wahlkampf, so-wie die mangelnden Reaktionen anderer politischer Parteien und öffentlichen Reprä-sentantInnen bedrohen das demokratische Klima sowie das internationale Ansehen Österreichs.

Die Frauenhausmitarbeiterinnen machen auf die Tendenz aufmerksam, dass die traditionellen Geschlechterverhältnisse zementiert werden (z.B. Reduzierung der Frauen auf ihre Rolle als Mutter durch den "Kinderbetreuungsscheck"). Gerade diese gesellschaftpolitische Entwicklung führt zu zunehmender Abhängigkeit von Frauen, wodurch die Gefahr männlicher Gewaltausübung verstärkt wird.

Vom Frauenvolksbegehren 1997, das knapp 700.000 ÖsterreicherInnen unterschrieben haben, in dem auch Maßnahmen gegen Gewalt an Frauen beinhaltet waren, wurde bisher keine einzige Forderung umgesetzt. Die Frauenhausbewegung wird auch in Zukunft gemeinsam mit anderen engagierten Frauen gegen frauenfeindliche Tendenzen und für die Erhaltung und den Ausbau frauenpolitischer Errungenschaften eintreten.

Mitarbeiterinnen der Frauenhäuser
Amstetten
Meran
Linz
Innviertel
Pinzgau
Salzburg
Villach
Kärnten
Graz
Tirol
Neunkirchen
Wien (drei Frauenhäuser)
FrauennotWohnung Dornbirn
Frauennotwohnung Wiener Neustadt
Beratungsstelle für Frauen Wien
Verein Autonome Österreichische Frauenhäuser

(AÖF)

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Verein autonome österreichische Frauenhäuser
Informationsstelle gegen Gewalt
Angelika Höllriegl
Tel. 01/544 08 20

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