Junge Facharbeiter auf Medaillenjagd

Rot-weiß-rotes Team für die 35. Internationale Berufs WM in Montreal im WIFI Salzburg verabschiedet

PWK - Vom 11. bis 14. November wird im Olympiastadion von Montreal/Kanada die 35. Internationale Berufsweltmeisterschaft 1999 ausgetragen. Aus Österreich sind wieder 21 junge Fachkräfte aus den verschiedensten Berufszweigen mit dabei. Die Präsentation und Verabschiedung der Mannschaft durch die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Österreich (WKÖ), Dkfm. Elisabeth Gürtler-Mauthner, fand am Samstag, 16. Oktober, im WIFI Salzburg statt. ****

Die rot-weiß-roten Teams gehören zu den erfolgreichsten der Welt. Sie haben bisher 39 Gold-, 39 Silber- und 46 Bronzemedaillen errungen. Während der vergangenen neun Bewerbe von 1981 bis 1997 wurden 53% der österreichischen Teilnehmer mit Medaillen ausgezeichnet. 82% erhielten Medaillen und Diplome. Dreimal wurde Österreich als beste teilnehmende Nation gewertet. Die WKÖ als Mitglied der Internationalen Organisation zur Förderung der Berufsbildung und der internationalen Berufswettbewerbe (IVTO) hat seit 1961 275 junge Fachkräfte erfolgreich zu 20 Wettbewerben geführt.

"Die großen Erfolge der österreichischen Mannschaften liefern den entscheidenden Beweis dafür, dass sich das in Österreich praktizierte duale Ausbildungssystem auch im internationalen Vergleich beinahe konkurrenzlos präsentiert. Viele neue Impulse durch moderne Berufsbilder, qualifizierte Ausbilder aber auch durch neue Ausbildungsmöglichkeiten gewährleisten, dass 'Karriere mit Lehre' kein bloßes Schlagwort bleibt", betont WKÖ-Vizepräsidentin Gürtler-Mauthner.

Hohe Erwartungshaltung

Bei den österreichweiten Vorauswahlen für die Teilnahme an der 35. Berufsweltmeisterschaft haben sich 21 Jugendliche in 20 Berufen qualifiziert und dabei erste Wettkampfstimmung geschnuppert. Österreich wird in Kanada mit sieben Vorarlbergern, drei Tirolern, vier Oberösterreichern, vier Niederösterreichern, zwei Kärntnern und einem Steirer vertreten sein.

"Hauptproblem der Teilnehmer ist nicht die fachliche Bewältigung der Aufgaben, sondern der Zeitdruck und die hohe Erwartungshaltung aufgrund der großen Erfolge in der Vergangenheit", erklärt Delegationsleiter Peter Kranzlmayr von der Wirtschaftskammer Salzburg. Vor dem viertägigen Wettkampf richten die Teilnehmer die ihnen zugelosten Arbeitsplätze ein und testen die zur Verfügung gestellten Maschinen, aber auch die von ihnen mitgebrachten Materialien und Werkzeuge (Österreich verschickt heuer mehr als sechs Tonnen verpacktes Werkzeug im Wert von 4 Mio Schilling über die Spedition Gebrüder Weiss in Lustenau). Die Aufgabe besteht darin, innerhalb von maximal 22 Arbeitsstunden eine oder mehrere praktische Wettbewerbsarbeiten zu bewältigen.

Die WKÖ ist für die Vorbereitung und Entsendung des österreichischen Teams verantwortlich. Ein wettbewerbserfahrenes Organisationsteam, bestehend aus dem offiziellen Delegierten Peter Kranzlmayr (Wirtschaftskammer Salzburg), dem technischen Delegierten Johann Markl (WIFI Österreich) und den beiden Jugendbetreuern Werner Steger (Wirtschaftskammer Tirol) und Johann Steinringer (Wirtschaftskammer Österreich) und 20 Experten für die einzelnen Berufe kümmern sich um die Jugendlichen. Das rot-weiß-rote Team wird für den Einmarsch im Olympiastadion in Montreal offiziell eingekleidet, die Jugendlichen von der Firma Gießwein in Brixlegg und die Experten von der Firma Adelsberger in St. Johann im Pongau. Medaillengewinnern winken Siegerpreise von Austrian Airlines.

Die Teilnehmer sind:

Maschinenschlosser Christoph Schapler (Vorarlberger Illwerke) Werkzeugmacher Christoph Moosbrugger (Fa. Julius Blum Vorarlberg) CNC-Dreher Kevin Hundertpfund (Fa. Julius Blum Vorarlberg) CNC-Fräser Andreas Fend (Fa. Julius Blum Vorarlberg) Sanitärinstallateur Markus Wunsch (Fa. Thomas Straka Niderösterreich)

Starkstromelektriker Sebastian Buschek (Voest-Alpine Stahl Oberösterreich)

Maurer Thomas Riegler (Fa. Ing Karl Pfeiffer Niederösterreich) Steinmetz Jürgen Gurschka (Fa. RADA Steinwerk und Treppenbau Niederösterreich)

Maler Simon Tschol (Fa. Johann Peter Tschol Tirol)
Möbeltischler Hannes Oberhauser (Fa. Möbel Trixl Tirol) Bautischler Anton Gsöllpointner (Fa. Stöllnberger Oberösterreich) Floristin Daniela Morscher (Fa. Il Fiore Vorarlberg) Damenkleidermacherin Manuela Dundler (Fa. Rubenzucker Hans Oberösterreich)

Damenfriseurin Nadja Gleinser (Salon Pia Tirol)
Herrenfriseur Hans Raner (Fa. Konrad Zöttl Kärnten) Kfz-Mechaniker Wolfgang Kammerer (Fa. Wiesenthal & Turk Niederösterreich)

Köchin Angelika Lilg (Hotel Pulverer Kärnten) Restaurantfachfrau Michaela Eder (Jägerwirt Rosa Möstl Steiermark) Konditorin Doris-Maria Schlapp (Fa. Josef Kemetmüller Oberösterreich)

Landschaftsgärtner Daniel Meusburger (Fa. Blumen und Garten Brunner Vorarlberg)

Reinhard Lampert (Fa. Stefan Ammann Vorarlberg).

Die Idee, internationale Berufswettbewerbe durchzuführen, entstand in Spanien. Der erste Internationale Berufswettbewerb fand 1950 mit je zwölf Teilnehmern aus Spanien und Portugal in zwölf Berufen statt. In Montreal werden sich etwa 600 Jugendliche aus 31 Teilnehmerländern in insgesamt 38 Berufen dem Vergleich stellen.


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