"Langer Block" - Startschuss für neue Impulse in Hernals

Wien, (OTS) Wohnbaustadtrat Werner Faymann und
Bezirksvorsteher Hans Mentschik eröffneten am Freitag die Veranstaltung "Die rastlose Gasse" im Hernalser Langer Block.
Bis vor einigen Jahren war der "Langer Block" an der
Rosensteingasse - Geblergasse - Gschwandnergasse -
Lobenhauerngasse in Wien Hernals ein Zentrum privater Häuserspekulation, mit Massenunterkünften, einer hohen Belagsdichte an Ausländern, Arbeiterkojen für Bauarbeiter -teilweise sogar im Keller -, etc. Der Block selbst, sowie die umliegenden Häuser waren in einem teilweise katastrophalen Bauzustand, daher immer wieder Grund für Bauaufträge der Baupolizei, die vom Eigentümer aber weitgehend ignoriert wurden. Nach jahrelangen Problemen wurden die illegalen Auswüchse dieser Aktivitäten durch das massive Einschreiten der Stadt Wien
gestoppt.

Nach intensiven Verhandlungen mit den Verkäufern gelang es schließlich den gemeinnützigen Bauvereinigungen GEWOG, Neue Heimat, Österreichisches Siedlungswerk und Familienhilfe 80
Prozent der Liegenschaften des Blocks - in dem sich unter anderem die bekannte Kleinkunstbühne "Kulisse" befindet - zu erwerben.

Zwei große Häuser des Langerblocks werden saniert, und zwar der Backsteinbau in der Rosensteingasse sowie das Eckhaus Gschwandnergasse/Lobenhauerngasse. Auf insgesamt 13 Bauplätze werden neue Wohnhäuser errichtet. Es entstehen 180 Miet- und Eigentumswohnungen. Darüber hinaus entstehen rund 4.000 m² Gewerbeflächen, deren Verwertung bereits zu 80 % gesichert ist. So soll neben einem Architekturbüro ein großes medizinisches Labor eingerichtet werden. Alleine dessen Besucherfrequenz wird auf ca. 500 Personen pro Tag geschätzt, was auch zu einer Belebung für die vorhandenen kleinen Geschäfte wie Bäckerei, Trafik etc. führen wird.

Insgesamt wird das gesamte Ensemble rund 16.300 Quadratmeter Nutzfläche umfassen, davon rund 12.600 Quadratmeter für Wohnungen. Rund 180 Wohnungen entstehen aus einem Mix von geförderten Mietwohnungen und freifinanzierten Eigentumswohnungen. Die
Planungen sind nahezu abgeschlossen und werden interessante Grundrisse anbieten, welche von der klassischen Wohnung auf einer Ebene, über mehrgeschossige Maisonetten, und im Bauteil der Neuen Heimat, bis zu so genannten Wohnungen mit Home-Office reichen.
Fast jede Wohnung wird über eine individuelle Freifläche wie Loggia oder Terrasse verfügen, Gemeinschaftsterrassen und Gemeinschaftsräume, sowie eine Tiefgarage, welche die Parkplatzproblematik im Gebiet entschärfen soll, werden das
Angebot ergänzen.

Zeitplan:

o Widmungsverfahren wurde im Juni 1999 abgeschlossen
o Mit Ende Oktober sind die Detailplanungen abgeschlossen
o Anschließend Abwicklung des Bauverfahrens und Vorlage des

Projekts beim Grundstücksbeirat
o Förderungszusicherung Ende 1999 oder Anfang 2000
o Über den Winter werden die abbruchreifen Projekte entfernt
o Frühjahr 2000: Baubeginn
o Bauzeit: 1,5 bis 2 Jahre

Das Gesamtinvestitionsvolumen für Sanierung und Neubau beträgt rund dreihundert Millionen Schilling, ca. 81 Millionen Schilling werden aus Wohnbauförderungsmitteln zur Verfügung gestellt. (Schluss) wj

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