Sensationelle Erstveröffentlichung: Die verschollenen Tagebücher des jungen Franz Joseph. Die interessantesten Passagen vorweg im neuen FORMAT

Wien (OTS) - Eine sensationelle "Entdeckung" machte die
Historikerin und Bestseller-Autorin Anna Maria Sigmund ("Die Frauen der Nazis"): Ihr wurden von einem Nachkommen Franz Salvators von Habsburg Lothringen die "Verschollenen Tagebücher Franz Josephs" zur Veröffentlichung angeboten. Daß es sich dabei um eine Fälschung handeln könnte, schließt Sigmund im Interview mit FORMAT aus:
"Zuerst war mir das Ganze ja suspekt - nach den falschen Hitler-Tagebüchern muß man vorsichtig sein. Ich dachte schon, das muß ein Irrtum sein, es wurde doch schon jedes Futzerl von Franz Joseph zutage gefördert und tausendmal ausgeschlachtet. Und dann plötzlich dieser Fund aus der Jugendzeit!"

Mittlerweile ist sich die Autorin aber hundertprozentig sicher: "Die Tagebücher sind echt. Franz Josephs Schwieregsohn Franz Salvator bestätigte kurz vor seinem Tod in einem Gedächtnisprotokoll die Authentizität der vergessenen Aufzeichnungen des jugendlichen Erzherzogs Franz Joseph."

Das Sensationelle an den "Verschollenen Tagebüchern" ist laut Anna Maria Sigmund, "daß sie die Prägungen des späteren Kaisers bloßlegen. Der junge Franz Joseph wurde von seinen Lehrern malträtiert. Sein Tag war von der Früh bis zum späten Abend minutiös eingeteilt. Ein Erzieher drückte dem anderen die Klinke in die Hand. Und alle stürzten sich auf den Buben, dem vor den schriftlichen und mündlichen Prüfungen schauderte."

Und Sigmund weiter: "Der junge Franz Joseph war ein etwas hölzerner, karger, obrigkeitshöriger Charakter. Er folgte und muckte nie auf. Er war ein willfähriges Opfer seiner Mutter und seiner Lehrer, die ihn bis an die Grenzen seiner Möglichkeiten trieben. Typisches Beispiel waren die von Franz Jospehs ehrgeiziger Mutter lancierten, äußerst aufreibenden Good-Will-Touren des Buben durch Ungarn, Oberitalien oder Tirol, in deren Rahmen er sich dem Volke präsentieren und seinen Anspruch als Thronfolger erhärten sollte."

Das Resumee der Historikerin: "Man kann Mitleid mit ihm empfinden. Der junge Franz Joseph wurde durch seine erzkonservative Erziehung -die konservative Mutter, der stockkonservative Protagonist des biedermeierlichen Systems, Fürst Metternich, der Franzis Lehrpläne kontrollierte - in diese starre Rolle hineingedrängt. Darüber hinaus besaß der Bub nicht das Naturell und die Geistesgaben, gegen das System zu rebellieren. Hätte man ihn gelassen, wie er wollte, wäre er sicher ein treuer, pflichtbewußter Beamter geworden. Irgendein Hofrat, vorzugsweise in Bad Ischl." (Die "Verschollenen Tagebücher Franz Josephs" erscheinen im Böhlau Verlag)

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