Gabaglio: Arbeitslosigkeit die wesentlichste soziale Frage für Europa "Vollbeschäftigung muss unser Ziel bleiben"

Wien (ÖGB). "Die Arbeitgeberverbände müssen akzeptieren, dass wir bei wesentlichen Entscheidungen in Europa Partner sind", unterstrich heute der Generalsekretär des Europäischen Gewerkschaftsbundes (EGB), Emilio Gabaglio, am 14. Bundeskongress des ÖGB.++++

Garant für Stabilität und dauerhaftes Wachstum innerhalb der Europäischen Union sei in jedem Falle eine starke Arbeitsmarktpolitik. Viele Länder, darunter auch Österreich, haben erfolgreiche Erfahrungen auf diesem Gebiet. Der EGB habe immer dafür gekämpft, dass die Union eine "Union der Arbeit" wird. "Auf dem Weg in eine bessere Zukunft werden wir nicht umhin können, flexibel zu sein; aber flexibel im Sinne einer Bereitschaft zu Veränderungen im Rahmen des europäischen Integrationsprozesses." Hier sei ein Mittelweg zu finden "zwischen jenen, die alte Strukturen um jeden Preis bewahren wollen und den Modernisten des freien Marktes".

Was das europäische Sozialsystem im wesentlichen vom amerikanischen unterscheide, sei die Stärke seiner Gewerkschaften und deren bedeutende Rolle im gesellschaftlichen Dialog und beim Aushandeln von Rechten und Bedingungen. Gabaglio forderte, sich diese Stärke noch mehr als bisher bewusst zu machen und die "sozialen Partnerschaften, die wir vielfach auf nationaler Ebene haben, auf europäische Ebene hinaufzutragen."

Als einen weiteren wichtigen Eckpfeiler für die Demokratisierung in Europa sieht Gabaglio die gemeinsame europäische Währung; er versprach, dass auch der EGB in diesem Prozess seine Rolle weiterführen werde. Zum Abschluss dankte der Generalsekretär dem Präsidenten des EGB, Fritz Verzetnitsch, für dessen Bemühungen innerhalb der europäischen Gewerkschaftsarbeit. (sr)

ÖGB, 14. Oktober 1999 Nr. 488

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