Gedenken an Opfer des Brünner Todesmarsches

Pröll: "Nicht Anklage, sondern Mahnung"

St.Pölten (NLK) - "Es darf in diesem Teil Europas nie wieder vorkommen, daß Menschen wegen ihrer Herkunft, Sprache oder Religion aus ihrer Heimat vertrieben werden." Das erklärte Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll heute in Porlitz, wo 870 Opfer des Brünner Todesmarsches von 1945 ihre letzte Ruhestätte gefunden haben. Der Landeshauptmann legte an der Gedenkstätte, die vom Österreichischen Schwarzen Kreuz errichtet wurde und betreut wird, einen Kranz nieder: "Dieses schlichte Kreuz soll nicht Anklage sein, sondern Mahnung." Wie aktuell diese Mahnung sei, zeigen die Ereignisse im ehemaligen Jugoslawien. Pröll richtete an die Tschechische und an die Slowakische Regierung den Appell, die Benes-Dekrete formell aufzuheben. Das wäre ein deutliches Signal an die Heimatvertriebenen und ihre Nachkommen, aber auch an Europa, und würde jenen, die sich einer EU-Erweiterung entgegenstellen, "viel Wind aus den Segeln" nehmen.

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