Knotzer: Hunderttausend Niederösterreicher beklagen Schwierigkeiten bei Wohnbauförderungsdarlehen

Neuregelung der Rückzahlungsabwicklung muss schleunigst reformiert werden

St. Pölten, (SPI) - "Die kürzlich erfolgte Übertragung der Rückzahlungsabwicklung von NÖ-Wohnbauförderungsdarlehen vom Land Niederösterreich an die Hypo-Landesbank brachte für rund 150.000 Bürgerinnen und Bürger teils gravierende Nachteile und Mehrkosten. Viele früher unentgeltliche Leistungen wurden einfach gestrichen, wichtige Informationen werden nicht mehr übermittelt und damit die Kreditnehmer möglichen Zinszahlungen und einer Kreditfälligstellung ausgeliefert. Diese ‘Reform’ zu Lasten der Menschen muss schleunigst rückgängig gemacht werden", kritisiert der Klubobmann der NÖ Sozialdemokraten, Labg. Fritz Knotzer, die Vorgehensweise des verantwortlichen Wohnbauressorts.****

So gibt es im neuen System mittels Einzugsermächtigung keine automatische Verständigung mehr, wenn - wie in den Tilgungsplänen der Förderungsdarlehen vorgesehen ist - die Rückzahlungsrate erhöht wird. Ein Konsument, der keine Einzugsermächtigung erteilt, muss sich also selber darum kümmern, wann und in welchem Ausmaß er die Rückzahlungsrate erhöhen muss. Versäumt er das, kann die Förderung entzogen bzw. das Wohnbaudarlehen wie jeder andere Kredit fällig gestellt werden. "Was das für viele Kreditnehmer bedeuten würde, wenn er von einem Tag auf den anderen Hunderttausende Schilling zurückzahlen müsste, braucht wohl nicht näher erläutert werden", so Klubobmann Knotzer weiter.

Außerdem soll die Versendung von Zahlscheinen in Zukunft nur mehr auf ausdrücklichen Wunsch erfolgen. Wer also vergisst, rechtzeitig Zahlscheine anzufordern, gerät automatisch in Zahlungsverzug. Und dafür wird der "bankübliche Spesensatz" verrechnet. Aber auch für jene, die rechtzeitig daran denken, die Zahlscheine zu ordern, gibt es unerfreuliche Nachricht: Sie müssen in Zukunft pro Jahr einen Kostenersatz von 50 Schilling zahlen. Damit nicht genug. Wer in Zukunft eine Bestätigung für das Finanzamt für den Jahresausgleich braucht, wird auch dafür extra zahlen müssen.

"Die Neuregelung bringt für die Kunden keine einzige Verbesserung, ja teilweise hohe Mehrkosten. So kann man nicht über die Rücken der Menschen hinweg Geschäfte machen. Sie haben sich darauf verlassen, dass das Land Niederösterreich ihnen die Bedingungen für ihr Wohnbauförderdarlehen garantiert. Diese "Reorganisation" zu Lasten der Menschen ist sofort rückgängig zu machen", fordert der SP-Politiker abschließend.
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