Wiener FP-Chef Hilmar Kabas kritisiert Israels Außenminister David Levy und die USA

Kabas: "In Israel wurden Palästinenser in Wohnumstände gezwungen, die man bei uns nicht einmal Ziegen zumutet."

Wien (OTS) - Der Wiener FPÖ Chef Himar Kabas übt scharfe Kritik an der Einmischung aus Israel und den USA in in österreichische Angelegenheiten. In einem Interview mit dem am Montag erscheinenden Nachrichtenmagazin FORMAT empfiehlt Kabas dem israelischen Außenminister David Levy, "sich einmal im eigenen Land umzuschauen. Dort wurden die Palästinenser in Wohnumstände gezwungen, die man bei uns nicht einmal Ziegen zumuten würde". Weiters kritisiert der FP-Politiker die Reise von Bundesklanzler Franz Vranitzky 1993 nach Israel: "Selbst die Siegermächte haben in der Moskauer Deklaration gesagt, daß Österreich das erste Opfer des Nationalsozialismus war. Insofern war die Reise des Herrn Vranitzky von wenig Relevanz. Aber vielleicht war das psychologisch gesehen schon der Anfang davon, daß der israelische Außenminister auf einmal glaubt, er kann sich in österreichische Angelegenheiten einmischen. Ich glaube, daß das der Irrtum des Herrn Levy ist. Wenn Vranitzky die vier Allierten korrigiert, dann glaubt Levy, daß er sich auch bei uns einmischen kann wenn ihm etwas nicht paßt oder seine politischen Freunde hier in Gefahr sind." Scharf kritisiert Kabas auch die USA:. "Wer hat denn den Ku Klux Klan? Die Amerikaner oder wir? Die sollen nicht mit dem Finger zeigen." Im Interview verweht sich Kabas weiters gegen eine Mitschuld der FPÖ an der internationalen Aufregung. Weder hätten Formulierungen a la "ordentliche Beschäftigungspolitik" noch die freiheitlichen Überfremdungsplakate etwas zum Medienecho beigetragen. "Ich warne davor, daß der Spieß plötzlich umgedreht wird. Nicht die FPÖ ist Schuld an der Hysterie im Ausland."

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