FORMAT: Undurchsichtige Affäre um 180.000 Schilling-Spende an Wirtschaftskammerpräsident Leopold Maderthaner

Maderthaner erhielt Geld von Salzburger Kleinunternehmer, der kurz zuvor Kommerzialrat wurde

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, ist Wirtschaftskammerpräsident und ÖVP-Nationalrat Leopold Maderthaner in eine dubiose Spendenaffäre verwickelt. Maderthaner hatte am 24. August 1994 vom Salzburger Mühlenunternehmen 'Leopold Rauch & Söhne' einen Scheck über 180.000 Schilling erhalten, dessen Übernahme der Politiker persönlich mit Unterschrift bestätigte. Leopold Rauch, der Aussteller des Schecks, wurde zwei Monate zuvor, am 27. Juni 1994, 89jährig zum Kommerzialrat ernannt. Die Ernennung erfolgte nicht durch die lokale Salzburger Wirtschaftskammer, sondern wurde von der Wiener Zentrale inititert. Kammerpräsident Maderthaner hat das Recht jährlich zwölf Kommerzialräte zu ernennen. Was Maderthaner mit dem ausbezahlten Geld anfing und wofür er es erhielt, wollte er FORMAT nicht übermitteln. Stattdessen übermittelten seine Anwälte von der Wiener Kanzlei 'Masser & Klingsbigl' folgendes Statement: 'Namens meines Mandanten halte ich dazu fest, daß dieser in seiner Eigenschaft als politischer Mandatar am 24. August 1994 eine Spende über 180. 000 Schilling entgegengenommen hat.Er hat diesen Betrag im Sinne des Spenders verwendet. Ein Zusammenhang mit der Verleihung des Kommerzialratttitels an den Spender besteht nicht'. Persönlich wollte Maderthaner den Vorgang FORMAT gegenüber nicht erläutern.

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