ÖGB-Forderungen zum Bundeskongress sind Gebot der Stunde

Fantasielose Sozialpolitik der Wirtschaftskammer

Wien (ÖGB). Martin Gleitsmann, sozialpolitischer Referent der Wirtschaftskammer, der heute alle Forderungen von ÖGB-Präsident Fritz Verzetnitsch zum ÖGB-Bundeskongress pauschal als Milliardenbelastung diffamierte, zeigt deutlich das Fehlen jedes Gerechtigkeitsgefühls der Wirtschaft. "Weitere Maßnahmen zur Schaffung von neuen Arbeitsplätzen und zur Senkung der Arbeitslosigkeit können nicht mit ständigem Jammern, sondern nur mit neuen, innovativen Ideen und deren Umsetzung geschafft werden", sagte darauf der sozialpolitische Referent des ÖGB, Bernhard Achitz, heute.++++

"Wie oft sollen wir der Wirtschaft noch vorrechnen, dass die Angleichung der Rechte von Arbeitern und Angestellten keine zehn Milliarden Schilling kosten würde", sagte Achitz. Der Entwurf, den Sozialministerin Lore Hostasch, dem Parlament vorgelegt hat, hätte die Wirtschaft mehr als entschädigt und die ungleichen Verhältnisse ein für alle mal beseitigt. "Hier aber noch zu Lasten aller Arbeitnehmer eine Urlaubsverschlechterung, die Abschaffung von Feiertagen und die Nichtbezahlung von Krankenstandstagen einzufordern, ist von Seiten der Wirtschaft nicht nur höchst unfair sondern desavouiert auch den sozialen Zusammenhalt in unserer Gesellschaft", meinte Achitz.

"Die Einführung der 35-Stunden-Woche durch einen Generalkollektivvertrag ist eine langjährige Forderung des ÖGB und eines der wirksamsten Mittel, wieder Vollbeschäftigung in Österreich zu erreichen. Das beweisen alle seriösen Studien", stellte Achitz fest und sprach sich für eine schrittweise Arbeitszeitverkürzung in den einzelnen Branchen aus. "Die Kosten der 35-Stunden-Woche würden außerdem durch den zusätzlichen Beschäftigungseffekt wieder ausgeglichen", schloss Achitz. (Pet)

ÖGB, 8. Oktober 1999 Nr. 465

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