Der Wiener Handel geht hochmotiviert ins nächste Jahrtausend

Wien (OTS) - Die Sektion Handel der Wirtschaftskammer Wien lud
am 7. Oktober 1999 ins MesseCongressCenter zu einem ganz besonderen "Handelstag". Rund 1000 Wiener Händlerinnen und Händler ließen sich dabei für das nächste Jahrtausend motivieren. "Motivation ist nicht nur ein hervorragendes Mittel zur Entfaltung der Persönlichkeit, sondern auch ein Indikator für wirtschaftlichen Erfolg. Denn motivierte Unternehmer und Mitarbeiter sind teamfähiger, haben mehr Freude an ihrer Arbeit und sind somit letztendlich auch ein Erfolgsfaktor für das Gesamtunternehmen", meinte der Obmann der Wiener Händler, Komm.Rat Dr. Fritz Aichinger.

Motivation durch erfolgreichen Einsatz für die Interessen der Händler:

Motivation allein jedoch ist zuwenig, wenn nicht auch eine starke Interessenvertretung stets darum kämpfte, die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu optimieren. So hat die Wirtschaftskammer Wien frühzeitig durch eine mit der Stadt Wien abgestimmte Flächenwidmung eine verträgliche Einkaufszentren-Entwicklung in die Wege geleitet. Gleichzeitig wurden diverse Initiativen ins Leben gerufen, um das Geschäftsstraßen-Management und den Einkaufsstandort Wien noch attraktiver zu gestalten. Mit der vieldiskutierten Einkaufszentren-Verordnung konnte die Antragsflut von neuen Einkaufszentren drastisch reduziert werden. Weiters berichtete Dr. Aichinger über die erfolgreiche Zurückholung des Verbotes des Verkaufs unter dem Einstandspreis in die österreichische Rechtsordnung.

"Mit dem Aus für Duty-Free-Shops bestehen seit 1. Juli dieses Jahres wieder gleiche Wettbewerbsbedingungen für alle. Das ist gut so!" freut sich Dr. Aichinger.

Wien muss Hauptstadt für Händler werden:

Was die Zukunft betrifft, so ist das Hauptanliegen von Dr. Aichinger:
"Wien muss Hauptstadt für Händler werden." Konkret fordert er damit eine unternehmerfreundliche Verwaltung mit weniger Bürokratie, z.B. eine Gleichstellung der Handelsbetriebe mit den privaten Anrainern beim Parkpickerl, die Vereinfachung der Buchhaltung eines Kleinbetriebes, so dass sie vom Unternehmer selbst durchgeführt werden kann, oder der Wegfall der Statistikarbeit für Kleinbetriebe. Öffentliche Stellen sollen nur nach jenen Daten fragen dürfen, die sie sich selbst nicht besorgen können.

Als zweiten Hauptpunkt dieser Offensivstrategie für klein- und mittelständische Unternehmen sieht der Sektionsobmann die Belebung bestehender Strukturen. Er fordert eine gesamteuropäische Strategie, um Fusionsstreben und Flächenwachstum in die Schranken zu weisen. Letztendlich werde davon auch der Konsument profitieren, denn nur eine Vielzahl von Anbietern kann auf vielfältige Konsumentenwünsche eingehen. Kleine können künftig im Markt nur bestehen, wenn sie gemeinsame Stärken innerhalb von Partnerschaften richtig nützen. Eine öffentliche Förderung für Kooperationen kleiner Handelsunternehmen sei daher unumgänglich.

Internet-Plattform für Händler:

Bei der Entwicklung in und um das Internet, hier meinte Dr. Aichinger v.a. den vielzitierten E-Commerce, sollen Voraussetzungen geschaffen werden, die klein- und mittelständische Unternehmen profitieren lassen. Dr. Aichinger fordert die Entwicklung von virtuellen Marktplätzen, wo das Auffinden dieser Unternehmen möglichst leicht gemacht werde. Das Internet müsse die virtuelle Auslage der Händler sein.

Dr. Aichinger ist fest davon überzeugt, dass all diese Punkte auch tatsächlich realisiert werden können, wenn "es uns gelingt, die verantwortlichen Entscheidungsträger davon zu überzeugen, dass diese Stadt, dieses Land uns Händler braucht". Denn nur in einer neuen Unternehmens-Kultur, nämlich einer Kultur des fairen Miteinander, liegen die besten Chancen für eine erfolgreiche Offensiv-Strategie für Klein- und Mittelbetriebe.

Mut zur Menschlichkeit:

Mit Aussprüchen wie "Mut zur Menschlichkeit!", "Mut zur Emotionalität!", "Don't plan it, just do it!", löste Prof. DDr. Kasimir Magyar, ein anerkannter Schweizer Motivationsguru, im zweiten Hauptteil des Abends Begeisterung aus. Ebenso forderte der Ex-Schiweltmeister David Zwilling "durch die unendliche Kraft von Visionen und Zielen" die Unternehmer/innen zu Höchstleistungen auf.

Handelshermes 1999 an Dr. Hilscher vom Manz Verlag:

Die höchste Auszeichnung des Wiener Handels, der Handelshermes, erging heuer an Herrn Dr. Anton C. Hilscher, Geschäftsführer der Manz'schen Verlags- und Universitätsbuchhandlung, der damit für seine Verdienste um den Buchhandel, vor allem im Kampf gegen die Aufhebung der Buchpreisbindung, geehrt wurde.

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