SJ-Chef Pichler: "Menschen, die im Wahlkampf nur durch noble Zurückhaltung aufgefallen sind, sollten ihr Verhalten jetzt auch nicht ändern"!

Fehleranalyse in der Sozialdemokratie ist unumgänglich, darf aber nicht zur öffentlichen Nabelschau verkommen!

Wien (OTS) - Der Vorsitzende der Sozialistischen Jugend
Österreich, Robert Pichler, nahm heute Freitag zu der laufenden Diskussion rund um die Wahlniederlage der Sozialdemokratie bei den Nationalratswahlen Stellung.

"Daß die Sozialdemokratie schnellstens eine Fehleranalyse anstellen muß, ist für mich unumgänglich, nur darf diese nicht zur öffentlichen Nabelschau verkommen", so der Vorsitzende.

"Eine solche Analyse sollte von Menschen in der SPÖ, die im Wahlkampf nur durch noble Zurückhaltung aufgefallen sind, nicht dazu genützt werden, um ihre sicher wertvollen Beiträge medial der Diskussion beizustellen," so Robert Pichler.

"Das Ergebnis der Nationalratswahl stellt für mich jedenfalls nicht den Auftrag dar, sich in innerparteiliche Spiegelgefechte zu vertiefen, sondern eine inhaltliche und organisatorische Erneuerung der Sozialdemokratie im Interesse Österreichs anzustreben," so der Vorsitzende weiter.

"Eine solche inhaltliche Erneuerung muß, wenn sie zukunftsorientiert sein soll, auf zumindest zwei Beinen stehen: Zum einen muß die Sozialdemokratie zum Beispiel sich dringend überlegen, wie es dazu kommen konnte, daß in Betrieben bei geheimer Abstimmung sich über 80% der Beschäftigten gegen eine gewerkschaftlich organisierte Belegschaftsvertretung und damit gegen ihre eigenen Interessen aussprachen. Zum anderen muß schnellstens ein Weg gefunden werden, der der Sozialdemokratie ermöglicht, eine glaubhafte Politik gegen die Hetze und Diskriminierung von Schwachen in unserer Gesellschaft zu gestalten. Denn sozialer Frieden muß in Österreich In- und Ausländer umfassen," definiert Pichler.

Eine organisatorische Erneuerung über Personen zu diskutieren, ist kontraproduktiv, da vorwiegend die Struktur und damit die organisatorische Stärke der Sozialdemokratie klare Schwächen zeigt!" so der Vorsitzende abschließend.

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