Österreichs Hotellerie 1997 erstmals wieder positiv

Bilanzauswertung von über 900 österreichischen Betrieben - 17.100 Betriebe erwirtschafteten rund 53 Mrd Schilling

PWK - "Der soeben fertiggestellte Betriebskennzahlenvergleich aus den Bilanzen von über 900 österreichischen Hotelbetrieben bestätigt erfreulicherweise die Trendwende zum Besseren", freut sich der Vorsteher des Fachverbandes Hotellerie, Hans Melcher. ****

Mit über 900 ausgewerteten Hotelbetrieben, was 5,3 % aller Beher-bergungsbetriebe Österreichs sowie 12 % der in der Hotellerie beschäftigten Arbeitnehmer entspricht, ist dieser Betriebskennzahlenvergleich auch im internationalen Maßstab als überdurchschnittlich repräsentativ zu werten. "Für die Bereitschaft vieler unserer Mitgliedsbetriebe und Tourismusinstitutionen nunmehr seit fast 30 Jahren an diesem Kennzahlenvergleich der österreichischen Hotellerie mitzuarbeiten, muss auch einmal Dank und Anerkennung ausgesprochen werden", fügt Melcher hinzu.

Einige Detailergebnisse aus der Untersuchung:
1997 konnte ein durchschnittlicher Hotelbetrieb Gesamterlöse von 3,1 Mio Schilling erwirtschaften, wovon 2,9 Mio Schilling auf Betriebserlöse und 0,2 % auf diverse betriebsfremde Aktivitäten entfielen. So haben erstmals nach 6 Jahren mehr Betriebe wieder Gewinne erwirtschaftet. Die Nächtigungszuwächse 1997 wirken sich demnach auch auf die Wirtschaftszahlen der Hotelbetriebe aus. Dieses Ergebnis konnte vor allem durch Einsparungen bei Aufwendungen (in % der Betriebserlöse) für Fremdkaptialzinsen (von 20,7 % auf 15,3 %), Reinigung (von 4,1% auf 3,1%) und Energie (von 8,1 % auf 7,6 %) erzielt werden.

Die österreichische Hotellerie mit ihren rund 17.100 Betrieben erwirtschaftete somit circa 53 Milliarden Schilling.

Der Personalaufwand blieb gegenüber dem Vorjahr so gut wie unverändert.

Eine in der Hotellerie wichtige Betriebskennzahl ist der Gross Operating Profit (GOP): u.a. eine Vergleichszahl der internationalen Hotellerie, mit der die Differenz zwischen Betriebserlösen und laufenden Betriebsausgaben angegeben wird. Positionen, deren Höhe vom Unternehmen bzw. von der Zentrale beeinflusst werden, wie z.B. Miete, Pacht, Abschreibungen oder Zinsen auf das investierte Kapital, werden dabei nicht einbezogen. Diese Kennzahl hat sich von 8,8 % auf 10,6 % verbessert - internationale Hotelketten erwarten jedoch einen GOP um die 30 %.

Ursache für den verbesserten GOP sind bei etwa gleichbleibenden Betriebserlösen, vor allem die bei der Position "sonstiger Betriebsaufwand" erzielten Kosteneinsparungen. Damit konnte 1997 der schon seit Jahren regelmäßige Anstieg des sonstigen Betriebsaufwandes erstmals gestoppt werden.

Die Rohaufschläge, d.h. die Spannen zwischen Wareneinsatz und Erlösen in den einzelnen Sparten, haben sich ebenfalls verbessert. Der Brutto-Rohaufschlag Küche liegt in der Hotellerie durchschnittlich bei 143 %, der Brutto-Rohaufschlag Keller bei 330 %.

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