Mattel, Inc. und Linotype Library einigen sich über Urheberrechtsklage in England

London (ots) - Mattel, Inc. (Mattel) und Linotype Library GmbH
haben einen außergerichtlichen Vergleich in Zusammenhang mit der Klage wegen der Verletzung verschiedener Urheberrechte von Linotype in Großbritannien durch die Mattel-Tochtergesellschaft Mindscape geschlossen. Linotype Library hatte im April wegen dreier Schriften, die in dem beliebten Home-Publishing-Produkt PrintMaster Publishing Suite 7.0 enthalten waren, vor dem Obersten Zivilgericht (High Court) gegen Mindscape geklagt.

Neben der Vereinbarung, Linotype eine nicht genannte Summe an Schadensersatz und Anwaltskosten zu zahlen, hat Mattel zugestimmt, die Schriften mit sofortiger Wirkung aus den aktuellen und künftigen Versionen der PrintMaster Publishing Suite zu entfernen. Darüber hinaus hat Mattel, zu deren Tochtergesellschaften auch Broderbund und SoftKey gehören, sich bereit erklärt, direkt mit Linotype Library zusammenzuarbeiten, um eventuelle weitere Schriften in seinem Produktsortiment festzustellen, die Urheberrechte und Warenzeichen von Linotype Library in Großbritannien verletzen, und diese ggf. unverzüglich aus den betreffenden Produkten zu entfernen.

Hinweise für Redakteure:
Schriften wurden auf einigen wichtigen Weltmärkten, beispielsweise in den USA, lange Zeit als außerhalb der Reichweite des Urheberrechtsschutzes liegend angesehen und daher von bestimmten Personen und Firmen als Freiwild behandelt. In der Regel fertigen diese im großen Stil Kopien von Schriften aus vielen unterschiedlichen Quellen an, was angesichts der modernen digitalen Grafik-Umgebung recht einfach ist. Oftmals werden die Namen der Schriften geändert, in dem Versuch, auf diese Weise eine Warenzeichenverletzung zu umgehen. Danach werden diese Schriftensammlungen zu einem Bruchteil des auf dem Markt üblichen Preises in Lizenz an namhafte Verleger wie etwa Mattel weitergegeben.

Linotype Library war jedoch von seinen englischen Rechtsberatern Hewitson Becke + Shaw informiert worden, dass das Urheberrecht an seinen Schriften nach englischem Recht unter dem Copyright, Designs and Patents Act von 1988 geschützt ist. Das Unternehmen ist fest entschlossen, seine Rechte wo immer nötig geltend zu machen, vor allem angesichts der Bedeutung des britischen Marktes für Verleger von Software-Produkten.

Bruno Steinert, Geschäftsführer von Linotype Library, erklärte hierzu: »Ich bin sehr froh, dass es uns gelungen ist, eine Einigung mit Mattel in dieser entscheidenden Frage zu erzielen, insbesondere weil sie eine fortlaufende Kooperation beider Seiten einschließt, um sicherzustellen, dass in keinem Mattel-Produkt irgendwelche Schriften enthalten sind, die unsere Urheberrechte hier in Großbritannien verletzen. Was mich angeht, so halte ich dies für eine grundlegende Vereinbarung, die auch von jenen Verlegern sorgfältig beachtet werden sollte, die wissentlich oder unwissentlich nicht rechtmäßige Versionen von Linotype Library-Schriften in ihren Produkten verwenden. Der Verkauf unserer Produkte ohne Lizenz, vor allem im Consumer-Bereich, untergräbt den hervorragenden Ruf, den wir uns als Schrifthersteller im Verlauf vieler Jahrzehnte erworben haben, entzieht unseren talentierten Designern die ihnen zustehenden Lizenzgebühren und wird letztlich die Grundlagen der Schriftendesign-Branche zerstören.«

Die Urheberrechtsklage von Linotype Library bezog sich auf drei ihrer Schriften: INSIGNIA und INDUSTRIA, geschaffen von dem bekannten britischen Designer Neville Brody, und DUC DE BERRY, entwickelt von dem deutschen Typografen Gotfried Pott. Die Exklusivrechte an allen drei Schriften gehören Linotype Library bzw. der Muttergesellschaft Heidelberger Druckmaschinen AG.

ots Originaltext: Linotype Library GmbH
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