Weniger Disco-Unfälle, aber eindringliche Mahnung bleibt

In NÖ Bezirke Amstetten und Mistelbach auf Hitliste

St.Pölten (NLK) - Die Zahl der Disco-Unfälle ist 1998 zurückgegangen, aber die eindringliche Mahnung, für Fahrten zu und von einer Discothek den Wagen mit Vorsicht und vor allem ohne Alkohol einzusetzen, bleibt aufrecht: Im vergangenen Jahr wurden in Niederösterreich bei Fahrten zu oder von einer Discothek bei 97 Unfällen 146 Jugendliche verletzt. Für drei Jugendliche endete der Ausflug tödlich. Zum Vergleich: 1994 wurden bei Disco-Fahrten 285 Jugendliche verletzt und 21 getötet. 80 Prozent dieser Unfälle ereigneten sich von Freitag abend bis Montag früh. Die Bezirke Amstetten und Mistelbach führen die traurige "Hitliste" der Disco-Unfälle an.

Der Besuch in einer Discothek zählt für viele Jugendliche zum Höhepunkt der Woche. Irrer Sound, heiße Rhythmen und eine Topstimmung zählen genauso dazu wie die Fahrt mit dem eigenen Wagen. Leider wird auch Alkohol getrunken, und zwar nicht nur in der Discothek, sondern auch vorher.

Um die Freizeit mobil zu verbringen, ist aber nicht immer ein eigenes Fahrzeug notwendig. Immer mehr Jugendliche überlegen Fahralternativen:

Discobusse - vergleichbar mit Linienbussen der öffentlichen Verkehrsbetriebe, die in den Nachtstunden fahren. Der Fahrpreis muß aber für Jugendliche erschwinglich sein.

Fahrgemeinschaften - eine oder einer bleibt nüchtern und fährt den Rest der Gruppe sicher heim.

Abgesprochene Mitfahrgelegenheiten - bei Verwandten und Bekannten, die abwechselnd die Hin- und Rückfahrt durchführen.

Sammeltaxi - diese Idee wurde in einigen Regionen schon realisiert. Bekannte oder auch fremde Personen teilen sich ein Taxi. Die Preise sind von sogenannten Anrufsammeltaxen (AST) festgelegt und sind eine preiswerte Alternative.

Immerhin: Bei vielen Jugendlichen ist ein Umdenken bemerkbar. Nüchtern zu bleiben, wird zunehmend "in".

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