Wiener Polizei außer Kontrolle

helping hands fordert bessere Ausbildung für Polizeibeamten

Wien (OTS)- Wie bereits berichtet kam es am Mittwochabend im Zuge einer Hausdurchsuchung in Wien-Hernals zu schweren rassistischen Übergriffen der Wiener Polizei. Frau B., eine Mandantin der Menschenrechtsorganisation helping hands, wurde dabei schwer verletzt, ihr Mann unschuldig verhaftet und 48 Stunden lang in Polizeigewahrsam behalten.

"Dieser Vorfall sollte Beweis genug sein, daß die Unschuldsvermutung für in Österreich lebende Schwarzafrikaner nicht mehr gilt", meint Gunnar Leitgeb, Pressesprecher von helping hands. "Die Polizei geht nun sogar dazu über, auch die Ehepartner zu diskriminieren bzw. zu kriminalisieren. Die Wiener Polizei nimmt solche körperlichen sowie menschenrechtlichen Verletzungen in Kauf. Die beiden Fälle dieser Woche, dieser und die Aussagen eines Polizeimajors in Wien-Donaustadt, haben gezeigt, daß es sich nicht, wie behauptet, um Einzelfälle handelt, sondern um strukturellen Rassismus innerhalb der Exekutive. Diese Methoden zeigen weiters, daß die Wiener Polizei versucht, sich jeglichen Kontrollmechanismen zu entziehen, sie wird ja vom Generaldirektor für öffentliche Sicherheit sehr gut abgeschirmt und in Schutz genommen, und nimmt sich weiterhin heraus, die Grundrechte des Einzelnen auf gut wienerisch "net amoi zu ignorieren". Seitens der Exekutive wird pauschal vorverurteilt und zugeschlagen ohne vorher zu fragen. Weil wer viel frägt, kommt, laut Kommissar Schrammel aus der Serie "Kottan ermittelt", nicht zum schießen."

helping hands fordert daher sofortiges Handeln seitens des Innenministers und der Justiz, um die Menschenrechte und Unschuldige besser zu schützen. Wild gewordene Sicherheitsbeamte dürfen sich in Hinkunft nicht mehr sicher fühlen. Andere Ethnien müssen auch in die Exekutive aufgenommen werden, um endlich Vorurteile abzubauen, und die Beamten müssen in Bezug auf rassistische Vorurteile besser geschult werden. Es darf nicht mehr passieren, daß ein voreingenommener Mensch seine Einstellung als Polizist ungehindert ausleben darf.

Kontakt:: helping hands, Gunnar Leitgeb 01 / 310 88 80 25 oder 0676 53 42 887

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