Mitteilung des Österreichischen Presserates

Wien (OTS) - Der Österreichische Presserat hat sich in seiner Sitzung vom 29.9.1999 mit der Beschwerde von Sofia Edin, Sprecherin der Grünalternativen Jugend, gegen die Inseratenkampagne der FPÖ "Keine Gnade für Drogenhändler" in Kurier, Die Presse und Neue Kronen Zeitung vom 27.8.1999 befaßt und einstimmig festgestellt, daß der Presserat laut seiner Geschäftsordnung für bezahlte Anzeigen nicht zuständig ist.

Allerdings schließt sich der Österreichische Presserat dem Urteil des Österreichischen Werberates vom 8. Juni 1999 gegen die ähnlich lautende FPÖ-Inseratenkampagne "Machtlos gegen 1000 Nigerianer" vollinhaltlich an:

"Der Österreichische Werberat hat das FPÖ-Inserat "Machtlos gegen 1000 Nigerianer" verurteilt: "Der Österreichische Werberat ist der Meinung, daß hier die Diskriminierung einer Gruppe von Menschen in schamloser und nicht akzeptabler Weise erfolgte", hieß es in einem Schreiben an die Grüne Klubobfrau Madeleine Petrovic, die sich wegen des Inserats an den Werberat gewandt hatte. Dennoch könne der Werberat "bedauerlicherweise keine konkreten Schritte gegen diese Kampagne setzen", da er ausschließlich für Wirtschaftswerbung zuständig sei." (APA, 8. Juni 1999)

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