Prammer fordert Maßnahmen zur Verbesserung des Grundwassers

Neue Broschüre "Hausbrunnen und Quellen" gibt Brunnenbesitzern wertvolle Tips.

Wien (OTS) - In Österreich werden über 99 Prozent des
Trinkwassers aus Grundwasser gewonnen. Mehr als 1 Million ÖsterreicherInnen beziehen ihr Trinkwasser, für das Konsumentenschutzministerin Prammer zuständig ist, aus Hausbrunnen. Obwohl Österreich aufgrund seiner geografischen Lage reich an Wasserreserven ist, ist das Grundwasser in einigen Teilen des Bundesgebietes stark belastet. Von 150 Grundwassergebieten, die laufend kontrolliert werden, sind 46 durch mindestens einen Schadstoff gefährdet, betont Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer.

Das Hauptproblem ist dabei die Nitratbelastung. Wie aus dem Wassergüte-Jahresbericht 1998 des Umweltbundesamtes hervorgeht, steigt in 90 Prozent aller Grundwasser-Meßstellen die Nitratbelastung weiter an oder sie stagniert. Verbesserungen sind nur in einem Zehntel aller Meßstellen zu verzeichnen, kritisiert Prammer.

Die Konsumentenschutzministerin fordert daher in Gebieten mit überhöhten Nitratwerten die Verordnung von Grundwassersanierungsgebieten mit konkreten Nutzungseinschränkungen für die Landwirtschaft. "Ohne Einbeziehung der Landwirtschaft kann die Situation nicht wesentlich verbessert werden", betont Prammer. Dazu gehört auch eine Einschränkung der industriellen Massentierhaltung (z.B. Legehennen-Betriebe mit Käfighaltung, Schweineintensivmast) durch eine Reduktion des erlaubten Viehbestandes von derzeit 3,5 auf 2 Großvieheinheiten pro Hektar.

Die neue Broschüre "Hausbrunnen und Quellen" gibt den mehr als eine Million BrunnenbesitzerInnen in Österreich wertvolle Tips, wie sie ihren Hausbrunnen sanieren oder eine eigenen Brunnen errichten können. Außerdem enthält der Ratgeber wichtige Informationen zur Trinkwasseruntersuchung und zur Sicherung der Qualität des Brunnenwassers, betont Prammer. Die Broschüre ist kostenlos unter der Telefonnummer 01/71172/4700 erhältlich.

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