AKNÖ-Präsident Staudinger: Genug Arbeitsplätze sichern unsere Pensionen!

Gleiche Chancen für ältere Arbeitnehmer, verbesserte Gesprächsbasis unter den Generationen, mehr Mitspracherechte

Wien (OTS).- "Die Sicherheit unserer Pensionen hängt vom Generationenvertrag, von hoher Beschäftigung, wachsender Wirtschaft und stabilem Geldwert ab. Deshalb liegt es in unerem eigenen Interesse, dass wir die in den letzten Jahren eingeleitete aktive Arbeitsmarktpolitik fortsetzen. Nur so können wir das objektiv gesehen beste und gerechteste Pensionssystem der Welt auch in Zukunft absichern.". Das stellt der Präsident der Arbeiterkammer Niederösterreich, Josef Staudinger, anläßlich des "Internationalen Tags der Senioren" heute fest. Präsident Staudinger erteilt allen Betrebungen eine Absage, die vom derzeitigen Pflichtversicherungssystem weggehen, und krtitisiert jene, die "von Veränderung und Reform sprechen, aber Zerstörung meinen."

Staudinger weiter: "Alte Menschen nehmen in unserer heutigen, scheinbar so modernen Gesellschaft nicht mehr jenen Stellenwert ein wie noch vor ein paar Jahren, als man ihnen mit dem nötigen Respekt begegnet ist, ihren Rat suchte und sie als vollwertige Familienmitglieder akzeptierte." Ältere Menschen würden heute oft als Belastung empfunden und am liebsten irgendwohin abgeschoben. Das gelte nicht zuletzt auch für die Arbeitswelt, wo es scheinbar nur mehr um Profite und Gewinne geht und wo der vielgepriesene Generationenvertrag nicht mehr wirklich existiert. Die Statistik gibt dem Recht. Denn der Anstieg der Arbeitslosigkeit konzentriert sich neben den Frauen vor allem auf die älteren Arbeitnehmer.

Gleiche Chancen für ältere Arbeitnehmer.

Der AKNÖ-Präsident fordert, dass ältere Arbeitnehmer die gleichen Chancen haben müssen wie Jüngere, einen Job zu finden. Sie seien ein wichtiger Bestandteil unserer Wirtschaft und durch ihre Erfahrung, Weitsicht und hohe Urteilsfähigkeit unverzichtbar für die heimischen Betriebe. Deshalb werden AK und ÖGB als moderne Arbeitnehmervertreter weiterhin diese Chancengleichheit ständig einfordern. Staudinger:
"Gleiche Chancen für ältere und jüngere Arbeitnehmer sind für uns eine Grundvoraussetzung für eine faire und gerechte Arbeitswelt. Alles andere ist am Ende des 20. Jahrhundertes vollkommen unzeitgemäß. Unser Kampf hat erst dann ein Ende, wenn Alter kein Job-Kriterium mehr ist."

Für Präsident Staudinger ist es ein klarer Widerspruch, wenn auf der einen Seite die Lebenserwartung kontinuierlich steigt, auf der anderen Seite die gesellschaftliche Akzeptanz der älteren Menschen aber von Jahr zu Jahr abnimmt. Wenn das "Internationale Jahr der älteren Menschen" nicht nur zu einem Schlagwort verkommen soll, dann müsse hier schleunigst etwas dagegen unternommen werden. Ältere Menschen dürfen nicht länger aufs Abstellgleis geschoben und benachteiligt werden! Eine gesetzliche Regelung scheint hier unausbleiblich.

Verbesserte Gesprächsbasis.

Weiters müsse auch die Gesprächsbasis zwischen den Generationen verbessert und mehr Verständnis füreinander geschaffen werden. Bei aller Förderung der Interessen älterer Menschen erscheint es nämlich nötig, dass sich auch die Älteren des Umstandes bewusst werden, dass auch sie einen Beitrag zur Förderung der Jugend und damit der Zukunft einer Gesellschaft zu leisten haben. Denn, so Staudinger weiter, eine Gesellschaft bleibe nur dann lebensfähig, wenn es ihr gelingt, Egoismen aller ihrer Teile auf ein vernünftiges Maß zu beschränken. Vor allem in der Arbeitswelt dürfe man sich nicht auseinanderdividieren lassen. Auch die Jungen hätten ein Recht auf Arbeit. Und das verwehrt ihnen die Wirtschaft immer häufiger, in dem sie nicht mehr bereit ist, Lehrplätze zur Verfügung zu stellen, so Staudinger.

Sichere Pensionen.

Eines unserer großes Ziele in den nächsten Jahren wird auch die langfristige Absicherung der Pensionen sein. Arbeiterkammer und Gewerkschaft haben in den letzten Jahren in dieser Frage viel für die ältere Generation getan und sich vor allem im Zuge der letzten Pensionsreform voll eingebracht. Daran gelte es anzuschließen, wollen wir, so der AKNÖ-Präsident, dass auch unsere Kinder und Enkel eine sichere Zukunft haben. Voraussetzung für sichere Pensionen seien genügend Arbeitsplätze.

Mehr Mitspracherechte.

Nicht unwesentlich ist es auch, so Präsident Staudinger, die Mitspracherechte der älteren Menschen in allen politischen Gremien zu erhöhen. Nahezu 30 Prozent der wahlberchtigten Österreicher sind über 60 Jahre. Sie von den demokratischen Institutionen de facto auszuschließen, sei ebenfalls ungerecht und inakzeptabel.

Staudinger abschließend: "Fast alle wollen alt werden, aber niemand will alt sein. Das Altwerden wird durch den rasanten Fortschritt in der Medizin und das gestiegende Gesundheitsbewußtsein der Menschen sichergestellt. Arbeiten wir gemeinsam daran, dass es in den nächsten Jahre wieder Freude macht alt zu sein."

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

AKNÖ Öffentlichkeitsarbeit
Tel.: (01) 58883-1252

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | AKN/AKN