Aumayr: Molterer hat Bauern mehrfach verraten

Wien, 1999-09-30 (fpd) - Heftige Kritik an der Agrarpolitik von Landwirtschaftsminister Molterer übte heute die Agrarsprecherin der Freiheitlichen Anna Elisabeth Aumayr. ****

"Ein paar Tage vor der Wahl entdeckt Molterer plötzlich sein Herz für die Bauern, nachdem er sie in Brüssel in den letzten Jahren mehrfach verraten hat. Er persönlich hat die jüngsten Einkommensverluste der Bauern im Zuge der Agenda 2000 sogar persönlich ausverhandelt, nämlich eine Senkung der Interventionspreise für Rindfleisch um 20% und Getreide um 15%. Die dadurch entstehenden Verluste werden von den dafür angebotenen Ausgleichszahlungen nicht einmal zur Hälfte kompensiert", so Aumayr.

"Die kümmerliche, von ihm ausverhandelte Milchquote ist die Ursache dafür, daß unsere Milchbauern jetzt so hohe Strafen an die AMA wegen Überlieferung zahlen müssen. Im internationalen Vergleich sind Österreichs Milchbauern bereits hinter das bisherige EU-Schlußlicht Griechenland zurückgefallen und haben jetzt die kleinste Milcherzeugerstruktur in der EU. Die österreichischen Milchbauern haben die ihnen zugestandenen Quoten bereits in den ersten vier Monaten des laufenden Quotenjahres überliefert und wissen nicht mehr, was sie mit ihrer Milch machen sollen", sagte Aumayr. "Die EU hat beschlossen, daß Milch in Zukunft nicht mehr in Österreich, sondern in Spanien oder Italien produziert werden soll und Molterer hat dem zugestimmt."

"Wie man in den letzten Tagen den Medien entnehmen konnte, gibt es ein riesiges Finanzloch bei den Agrarförderungen. Was nützt es unseren Bauern, wenn die Fördertöpfe in Brüssel voll sind und Sie für die Kofinanzierung kein Geld haben, Herr Minister? Auch die kommenden WTO-Verhandlungen verheißen nichts Gutes für unsere Bauern, wenn der Verhandler aus den Reihen der ÖVP sein sollte. Deswegen klingt Molterers Wunsch, Landwirtschaftsminister bleiben zu wollen, wie eine gefährliche Drohung für die Bauern und ist ein Grund mehr, die FPÖ zu wählen", schloß Aumayr. (Schluß)

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