"Die Zukunft steht uns nahe, sie ist gut, und sie ist bunt"

Ergebnisse und Erkenntnisse aus der großen UNIQA Zukunftsstudie

Wien OTS) - Teilweise überraschende Detailergebnisse der UNIQA Zukunftsstudie wurden am Donnerstag, dem 30. September 1999, vom Meinungsforscher Prof.Dr.Rudolf Bretschneider sowie von Generaldirektor Herbert Schimetschek namens der Initiatoren der Studie, Austria-Collegialität und Bundesländer-Versicherung (beides Tochterunternehmen des BARC-Konzerns) vorgestellt.

"Überraschende Befunde", außergewöhnliche Methodik

Österreich ist ganz anders, als man glaubt: "Es finden sich überraschende Befunde, unerwartete Eindrücke und neuartige Perspektiven jenseits der gewohnten Stereotype", erklärte Bretschneider und zog das Resümee: "Insgesamt kann man sagen: Der Ausgangspunkt der Österreicherinnen und Österreicher ins 3. Jahrtausend ist realer, ,erdiger' und viel zukunftsweisender als erdachte oder hochgerechnete Prognose-Konstrukte."

Schon die Methodik sei außergewöhnlich gewesen, erläuterte Bretschneider: "Es hat sich hier um den umfassendsten Studienansatz gehandelt, den es je in Österreich gegeben hat." An alle österreichischen Haushalte waren im Juli 1999 Fragebögen verschickt worden. Der Rücklauf von 65.000 sei "unerwartet und überwältigend" gewesen, unterstrich Bretschneider. Um dem Einwand zu begegnen, die Rücksender seien keine repräsentative Gruppe der Gesamtbevölkerung, wurde parallel eine Zusatzbefragung in 2000 Haushalten durchgeführt. Diese Repräsentativumfrage habe aber, so Bretschneider, annähernd deckungsgleiche Ergebnisse mit dem Fragebogen-Rücklauf gezeigt.

Generaldirektor Schimetschek erklärte zur Motivation der Initiatoren, daß der BARC-Konzern heuer zur UNIQA Group Austria umgestaltet werde und sagte: "Mit der UNIQA Zukunftsstudie haben wir unsere Haltung zum Ausdruck gebracht und gleichzeitig den Österreicherinnen und Österreichern als Millenniumsgeschenk eine Standortbestimmung zum Beginn des 3. Jahrtausends ermöglicht." Um der Studie die nötige Aufmerksamkeit und Teilnehmerzahl zu sichern, sei sie mit umfangreichen Werbemaßnahmen begleitet worden, erläuterte Schimetschek. Nun müsse es darum gehen, die Erkenntnisse für die Österreicher nutzb ar zu machen. Derzeit werde das UNIQA Zukunftsbuch fertiggestellt, das in leicht lesb arer Form die Ergebnisse zusammenfaßt "und auch als Denkansstoß für alle gestalterischen Kräfte in diesem Land" gedacht ist. Aufgrund des groß en Interesses werden von diesem Buch mehr als 15.000 statt der ursprünglich geplanten 10.000 Freiexemplare vergeben. Ab November wird das UNIQA Zukunftsbuch auch im Buchhandel erhältlich sein. Darüber hinaus stehen die Ergebnisse auch der Forschung zur Verfügung und können somit zur "positiven Korrektur des gängigen Österreich-Bildes beitragen".

Eine Auswahl der Einzelergebnisse aus der UNIQA Zukunftsstudie:

- Die Zukunft ist den ÖsterreichernInnen nah und macht ihnen selten Angst. Fast die Hälfte der Menschen sieht den Beginn ihrer Zukunft in unmittelbarer Nähe morgen oder in der nächsten Woche. Und es gibt wenig Scheu vor der Zukunft: Über 40 Prozent der Österreicher machen sich oft G edanken über die Zukunft. Es gibt so gut wie niemand, der sich nicht mit seiner eige nen Zukunft beschäftigt.

- Insgesamt leben die ÖsterreicherInnen mehrheitlich am liebsten in der Gegenwart, nur je ein Fünftel würde die Zukunft oder die Vergangenheit bevorzugen. Interessanterweise attestieren die meisten ÖsterreicherInnen der Gegenwart, die "beste Zeit ihres Lebens" zu sein glauben aber doch zu 50 Prozent, dass die anderen die Vergangenheit bevorzugen.

- Gefragt nach den besten Jahren des Lebens, werden vorwiegend die mittleren Jahre zwischen 20 und 40 genannt also kein Votum für die goldene Kindheit.

- Die mittelfristige Perspektive des eigenen Lebens scheint für die meisten bewältigbar und überwiegend positiv. Weniger Optimismus heg t man allerdings allgemein für die Zukunft der nächsten Generation. Inter essantes Detail: Diejenigen, die über Internet geantwortet haben, sind signifi kant optimistischer für die eigene Zukunft wie für die der Kinder. Und: Je mehr man sein Leben selbst bestimmen kann, desto optimistischer ist die Zukunftssicht, etwa bei leitenden Angestellten und Beamten sowie Selbständigen. "Zukunftsmuffel" sind die ÖsterreicherInnen keineswegs. Eine wichtige Aussage: 80 Prozent der ÖsterreicherInnen bekunden Neugierde und Interesse an dem "was in Zukunft noch alles entdeckt werden kann".

- Hoch im Kurs steht auch die Familie. Harmonie in der Familie, Glück mit den Kindern oder bei Jüngeren der Wunsch nach Familiengründung sind prominent und auch in der Liste der Vorhaben für das Jahr 2000 wiederzufinden.

- Ganz wichtig ist Familie gerade für die Jungen. Selbst Jugendliche wollen zu über 80 Prozent eine eigene Familie gründen. Auch in anderen Altersgruppen geht der Prozentsatz jener, für die eine Familie nicht zu den Lebensplänen gehört, nicht über zehn hinaus.

- Es ist einhellige Meinung, dass die Eltern zu wenig Zeit für ihre Kinder haben. Drei Viertel aller ÖsterreicherInnen wollen, dass sich die Männer mehr um Hausarbeit und Familie kümmern sollten. Dennoch bleibt das Familienbild traditionell: Ehen sollen wieder ein Bund für das ganze Leben sein.

- Über 80 Prozent der ÖsterreicherInnen glauben, ihre Zukunft weitgehend selbst bestimmen zu können, wobei dieser Glaube besonders bei der Jugend sehr stark ist und ab 50 etwas schwächer wird. Rund 40 Prozent der ÖsterreicherInnen räumen auch dem Schicksal eine bedeutende Rolle in ihrem Leben ein.

- Die persönliche Zukunft ist bunt: 25 Prozent stellen sich in dieser "Farbe" die Zukunft vor, 22 Prozent nennen blau und 21 Prozent grün. Es überwiegt also eine helle und freundliche Farbauswahl, wobei auffällt, dass Männer öfter grün und blau, Frauen vielfach bunt und gelb angaben.

- Die Zukunft weckt Hoffnungen: Überwiegend stehen Hoffnungen, viel weniger Befürchtungen bei der Beschäftigung mit der Zukunft im Vordergrund.

- An erster und zentraler Stelle der Wünsche steht die eigene Gesundheit (explizit genannt von 60 Prozent) - unter den konkreten Vorhaben für das kommende Jahr nennt aber nur ein Viertel gesundheitsfördernde Aktivitäten.

- Viele ÖsterreicherInnen wünschen sich mehr Zeit für einen Rückzug auf die eigene Person: Sorgenfreiheit, Spaß und Ausgeglichenheit, weniger Stress, ein bewussteres Leben, mehr Zeit für Hobbies und persönliche Weiterbildung. Die Hälfte der ÖsterreicherInnen denkt an derartige Vorhaben im kommenden Jahr.

- Wünsche an die Gesellschaft finden sich prominent wieder: Ein Viertel nennt Friede und Gewaltlosigkeit. Die Erhaltung der Umwelt ist nur bei jedem Zehnten unter den spontanen Wünschen zu finden, bei der Abfrage spontan geäußerter konkreter Vorhaben scheint dieses Ziel kaum auf.

- Drei Viertel der ÖsterreicherInnen meinen, bereits "echte" Freunde zu haben.

- Etwa die Hälfte aller Über-70-jährigen haben den Plan, bis ins hohe Alter fit zu bleiben, nach eigener Ansicht verwirklicht.

- Immerhin mehr als ein Drittel aller Menschen über 50 meinen, es in ihrem Leben bereits zu Wohlstand und Reichtum gebracht zu haben der Wunsch danach ist bei Jugendlichen am stärksten.

- Eine Verminderung des Wettbewerbsdrucks und des Leistungskampfes ist für die Mehrheit der ÖsterreicherInnen ein wichtiges Anliegen für

die Arbeitswelt.

- Über 80 Prozent der ÖsterreicherInnen glauben, dass es das derzeitige Ausmaß an staatlicher Sicherheit in Zukunft nicht mehr geben wird.

Projekt UNIQA Eine Initiative von Bundesländer-Versicherung und Austria-Collegialität

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