Görg/Ederer: Prater neu bringt Arbeitsplätze und Mrd.-Umsätze (1)

Wien, (OTS) Bei einer Pressekonferenz von Vizebürgermeister
Dr. Bernhard Görg und Finanzstadträtin Mag. Brigitte Ederer am Donnerstag legten die beiden von der Stadt Wien beauftragten Praterkonsulenten, Günther Sallaberger und Mag. Martin Schwarz, im Rathaus ein Zwischenergebnis ihrer bisherigen Tätigkeit vor.

Vizebürgermeister Görg und Finanzstadträtin Ederer wiesen bei dieser Gelegenheit darauf hin, dass bis Ende des Jahres ein Endvorschlag der beiden Praterbeauftragten vorliegen werde. Görg und Ederer gehen davon aus, dass nach eingehender Beratung auf politischer Ebene die Entscheidung über das endgültige Praterkonzept relativ schnell fallen werde. Auch die Entscheidung Wiener Messe neu werde in diesem Zeitraum fallen.

Sowohl Vizebürgermeister Görg als auch Finanzstadträtin
Ederer betonten im Rahmen der Pressekonferenz, dass der Prater für die Stadt ein beachtlicher Motor und wirtschaftliches Hoffnungsgebiet sei, von dem zukünftig sehr viel an Dynamik ausgehen werde: eine in Auftrag gegebene Studie eines externen Instituts spreche von 10.300 Vollarbeitsplätzen und einem Jahresumsatz in der Größenordnung von 10 Mrd., die die Stadt durch die Neukonzeption des Praters lukrieren könne.

Sowohl Vizebürgermeister Dr. Bernhard Görg als auch Finanzstadträtin Ederer zeigten sich angesichts der präsentierten Ergebnisse zufrieden und zuversichtlich, dass das Projekt im vorgegebenen Zeitrahmen umgesetzt werden könne.****

Prater neu im Detail: Ausgangslage

Ende letzten Jahres wurden Günther Sallaberger und Martin
Schwarz mit der Erarbeitung des Detailkonzeptes zur
Attraktivierung des Wiener Praters beauftragt. Als Ausgangspapier diente der städtebauliche Rahmenplan (MA 21A), der im März 1998 von der Stadt Wien präsentiert wurde.

Der Projektauftrag umfasst im wesentlichen folgende Punkte:

o Definition des Projektziels
o Kontaktaufnahme zu möglichen Investoren/Betreibern/Information und Betreuung
o Prüfung der ökonomischen und ökologischen Voraussetzungen
o Konzeption der Grundlagen für Praterentwicklung

Die Prüfung des Chancenpotenzials des Projektes
"Entwicklungsgebiet Prater" ergab eine Projektausrichtung auf folgende Ebenen:

o Messe Wien Neuordnung
o Eingangsbereich Volksprater
o Destination Prater
o Verwertungsstrategie sonstiger Flächen

Messe Wien Neuordung

In den vergangenen Monaten wurden die Grundstücke, die der
Messe Wien verpachtet wurden, einer intensiven Prüfung unterzogen, ebenso die dort geplante Führung der
U-Bahntrasse.

Dabei ergaben sich zwei Varianten:

Einhausung der U-Bahntrasse im Bereich des Messegeländes,
Randlage der Trasse im Bereich der Messe entlang der Ausstellungsstraße/Vorgartenstraße

Mit den zuständigen Stellen, Bezirksvertretern und der Stadt
Wien, wird über die Möglichkeiten der Restflächennutzung beraten. Die Größe der zur Verfügung stehenden Flächen hängt vom Verhandlungsausgang mit den möglichen Kooperationspartnern der Messe Wien ab.

Erfolgskriterien

Strategische Bewertungskriterien: Gesamtprojekt

o Authentizität des Wiener Praters
o Multifunktionalität der Kernzone zur Sicherstellung der Besucheranziehung einer möglichst breiten Region
o Exklusivität der Angebote erzielt Marktdominanz gegenüber Konkurrenzprojekten im Umfeld, Ausbau des Unterhaltungs/ Kulturangebotes während der weniger nachgefragten Zeiträume.

Eingangsbereich Volksprater

o Bereich: Vorderer Bereich (nächst Praterstern)
o Fläche: zirka 6 ha
o Funktion: Eingangsbereich/"Foyer" zum Volksprater
o Konzeptidee: Tor zum gesamten Areal, Attraktiver Eingangsbereich
- Empfang, Anschluss zu Infrastruktur, Besucherservice Veranstaltungsplatz

Die Flächen, im vorderen Teil des Wiener Praters, werden die Funktion eines Tores zum gesamten Areal übernehmen. Vorrangiges Ziel dabei ist, einen attraktiven Eingangsbereich zu schaffen, der über die nötige Infrastruktur verfügt und die Besucher mit einem Unterhaltungsangebot fesselt. Folgende Punkte sollen dabei Berücksichtigung finden:

Eingangserschließung - Verkehrliche Notwendigkeiten -Zubringerfunktion

o Anbindung an die U-Bahn
o Zufahrt für Busse, Reisegruppenzugang
o Parkraumbewirtschaftung für Individualverkehr
Eingangsbereich - Empfangs- und Orientierungsfunktion
o Infosystem - die Besucher werden über die verschiedenen Angebote o informiert, können sich orientieren und entscheiden.
o Leitsystem - die Besucher werden in der Folge durch ein
Leitsystem
zu den gewählten Angeboten geführt.
o Kassenbereich - ein Kassenbereich für die Attraktionen wird geschaffen
o Lost- & Found - Fundstelle und Anlaufstelle für Besucher
o Gruppenbereich - Treffpunkt für Reiseführer und Reisegruppen
o Sanitäranlagen mit ausreichender Kapazität und Ausstattung

Interne Verkehrsanbindung - Verteilerfunktion

Lilliput-Bahn, Praterzug, und/ oder E-Busse bringen die
Besucher zu den einzelnen Teilen des Areals, überbrücken Distanzen und sorgen für die Verteilung des Besucherstroms.

Grünflächen und Platzgestaltung - Rahmenfunktion

Unterhaltungsangebot mit Schwerpunkt auf Wien-Flair.
Sie werden auf eine Ganzjahresnutzung ausgerichtet. Als Komplementärangebot zu vorhandenen Angeboten sollen sie eine Bereicherung für das gesamte Areal und die verschiedenen Interessenten darstellen. Der Prater-Veranstaltungsplatz kann
dabei flexibel genutzt werden und als Zentrum für Events dienen. (Forts.) lei/sto

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