Gesetzliche Klassenschülerhöchstzahlen viel zu oft überschritten

GPA-SchülerInnen fordern neue Klassen

Wien (GPA/ÖGB). Nach Zahlen des Unterrichtsministeriums wird in 19 % aller Klassen in Berufsbildenden Höheren Schulen und in 10 % der AHS-Klassen das gesetzliche Limit von 30 SchülerInnen überschritten. "Sinnvoller Unterricht in Klassen mit über 30 SchülerInnen ist kaum noch möglich", meint Ilse Holzinger, Bundesvorsitzende der GPA-SchülerInnen. "Das Überschreiten der gesetzlichen Höchstzahl soll eine Ausnahme bleiben und nicht zur Regel werden!". ++++

"Wenn das Unterrichtsministerium die überfüllten Klassen mit überdurchschnittlich hohen Neuzugängen rechtfertigt, so stimmt das nur teilweise: Es stehen, gerade im AHS-Bereich, genügend arbeitslose LehrerInnen zur Verfügung, um Gesetzesüberschreitungen zu beenden. Es ist die Pflicht der Unterrichtsministerin, den SchülerInnen in Österreich eine qualitätvolle Ausbildung zu gewährleisten", stellt Holzinger klar.

Die Dunkelziffer sei überdies um einiges höher, erklärt Holzinger:
"Die große Anzahl der Klassen, wo der gesetzliche Spielraum mit 29 SchülerInnen voll ausgenutzt wird, ist von der Statistik ja nicht erfasst. Aber 29 SchülerInnen pro Klasse sind viel zu viel."

Die GPA-SchülerInnen fordern daher mit Nachdruck neben einer Senkung der Klassenschülerhöchstzahl auch die sofortige Einhaltung der bestehenden gesetzlichen Höchstzahl. (Bac-)

ÖGB, 30. September 1999 Nr. 450

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GPA-SchülerInnen
Eva Scherz

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