ots Ad hoc-Service: Rheinmetall AG <DE0007030009>

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Aktionärsbrief, Teil 2

Umsatz

Die Rheinmetall-Gruppe erwirtschaftete im 1. Halbjahr 1999 einen Umsatz von 1.747 Mio EUR und lag damit um 5% unter dem entsprechenden Vorjahreswert. Am Gesamtumsatz des 1. Halbjahres 1999 sind die Unternehmensbereiche Automotive (Kolbenschmidt Pierburg) mit 43%, Electronics (Rheinmetall Elektronik) mit 19%, Defence (Rheinmetall DeTec) mit 26% und Engineering (Jagenberg) mit 9% beteiligt. Auf die Finanzbeteiligung Bürosysteme entfallen 3% der Erlöse der Rheinmetall-Gruppe.

1.Halbjahr 1999: Konsolidierter Weltumsatz in Mio EUR:
1.747,0,Auslandsanteil in %: 50,5 1.Halbjahr 1998: Konsolidierter Weltumsatz in Mio EUR: 1.839,0,Veränderung in % -5,0, Auslandsanteil in %: 53,1, Veränderungen in %: -2,6

Auftragslage

1.Halbjahr 1999:Auftragseingang in Mio EUR:1.826,5, Auftragsbestand am 30.06. in Mio EUR: 3.322,7, 1. Halbjahr 1998:
Auftragseingang in Mio EUR:2.191,0,Veränderungen in %: -16,6, Auftragsbestand am 30.06. in Mio EUR: 3.758,3, Veränderung in %:
-11,6.

Der Auftragseingang der Rheinmetall-Gruppe lag im 1. Halbjahr 1999 mit 1.826,5 Mio EUR um 364,5 Mio EUR unter dem Vorjahreswert von 2.191 Mio EUR. Ein wesentlicher Grund für den Rückgang ist die Erteilung von Großaufträgen im Unternehmensbereich Defence im ersten Halbjahr des Vorjahres. Aufgrund des verminderten Auftragseingangs belief sich der Auftragsbestand zum 30. Juni 1999 auf 3.322,7 Mio EUR und ist damit um 11,6 % niedriger als im Vorjahr.

Investitionen und Abschreibungen Im 1. Halbjahr 1999 betrugen die Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen 140 Mio EUR. Sie lagen damit um 38,2 Mio Euro über den Abschreibungen sowie um 49,2 Mio EUR über den Investitionen des entsprechenden Vorjahreszeitraums.

1.Halbjahr 1999: Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Mio EUR: 140,0, Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Mio EUR: 101,8, 1.Halbjahr 1998:Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Mio EUR: 90,8,Veränderungen in Mio EUR: +49,2, Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen in Mio EUR: 99,9,Veränderungen in Mio EUR: +1,9

Das hohe Investitionsvolumen ist im wesentlichen auf die weiterhin starke Investitionstätigkeit im Unternehmensbereich Automotive zurückzuführen.

Ertragslage

Das Ergebnis vor Ertragsteuern der Rheinmetall-Gruppe beträgt im 1. Halbjahr 1999 -17,7 Mio EUR nach 5,2 Mio EUR im entsprechenden Vorjahreszeitraum. Die Unternehmensbereiche Defence und Engineering weisen entsprechend ihrer in der 2. Jahreshälfte liegenden Umsatz-und Ergebnisschwerpunkte im 1. Halbjahr 1999 noch negative Ergebnisse aus. Der zusätzliche, z.T. auch abrechnungsbedingte Rückgang des Umsatzes im ersten Halbjahr 1999 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum hat die Ertragslage des ersten Halbjahres belastet. 1.Halbjahr 1999: Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio EUR: -17,7, 1. Halbjahr 1998: Ergebnis vor Ertragsteuern in Mio EUR: 5,2, Veränderungen in Mio EUR: -22,9

Mitarbeiter

Die Zahl der Mitarbeiter hat sich zum 30. Juni 1999 leicht auf 31.391 erhöht. Vergleichbar gerechnet entspricht dies einer Verringerung der Mitarbeiterzahl um 1%. 1. Halbjahr 1999: Mitarbeiter am 30.06.: 31.391, Personalaufwand einschließlich Altersversorgung in Mio EUR: 717,1, 1. Halbjahr 1998: Mitarbeiter am 30.06.: 30.193, Veränderungen: +1.198, Personalaufwand einschließlich Altersversorgung in Mio EUR: 689,8, Veränderungen: +27,3%

Ausblick

Der Auftragseingang wird sich im 3. Quartal deutlich verbessern und mit voraussichtlich 1.325 Mio EUR um 52% über dem Vergleichszeitraum des Vorjahres liegen. Die aufwärtsgerichtete Ergebnisentwicklung der Rheinmetall-Gruppe in den vergangenen beiden Jahren, die maßgeblich auf den Quantensprung zurückzuführen ist, wird sich 1999 nicht in gleicher Weise fortsetzen. Unser Ziel ist es, das Niveau des operativen Ergebnisses des Geschäftsjahres 1998 zu halten. Der Unternehmensbereich Automotive hat mit dem Erwerb des amerikanischen Kolbenherstellers Zollner Pistons einen wichtigen Schritt zur weiteren Stärkung vollzogen. Der bisher größte Unternehmensbereich der Rheinmetall-Gruppe wird 1999 ein wiederum deutlich positives Ergebnis erzielen. Im Unternehmensbereich Electronics wird die interne Konsolidierung in den Kerngeschäftsbereichen fortgesetzt. Schwerpunkt hierbei ist weiterhin die Restrukturierung der KIH-Gruppe. Der Unternehmensbereich Electronics wird 1999 ein verbessertes operatives Ergebnis ausweisen. Der zum 1. Juli 1999 neustrukturierte Unternehmensbereich Defence wird sich als Systemanbieter, der die entscheidenden Technologien in einer Hand hält (Elektronik, Waffe und Munition, Fahrzeugbau), gegenüber dem zunehmenden Wettbewerb behaupten und 1999 einen stabilen Ergebnisbeitrag leisten. Der Unternehmensbereich Engineering hat aufgrund der verschärften Marktsituation im Geschäftsbereich Papiertechnik - im wesentlichen bedingt durch die stark rückläufigen Märkte USA und Asien - die Kostenstrukturen der veränderten Marktlage weiter angepaßt. Gleichzeitig wird die Kompetenz des Geschäftsbereichs Papiertechnik durch den Erwerb der BASAGOITA S.A. ausgebaut. Der Geschäftsbereich Verpackungstechnik wird 1999 seine Position in der Faltschachtelindustrie durch die Übernahme des Stanzenherstellers WPM Woschnik + Partner Maschinenbau GmbH als Systemanbieter verstärken. Es ist das Ziel des Unternehmensbereiches Engineering, 1999 ein ausgeglichenes Ergebnis auszuweisen. Bei der Finanzbeteiligung Bürosysteme wird sich die positive Geschäftsentwicklung fortsetzen und erstmalig nach 1996 wieder ein positives operatives Ergebnis erzielt. Die Management-Holding Rheinmetall AG wird wie 1998 auch 1999 durch Beteiligungserträge von ihren Unternehmensbereichen und Dienstleistungsgesellschaften sowie durch Mieterträge aus dem umfangreichen Immobilienbesitz ihre seit Jahren stabile Ertragslage beibehalten und wieder eine angemessene Dividende ausschütten.

Ende der Mitteilung
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