ARBÖ: Rowdyhaftes Verhalten im Straßenverkehr kann vor dem Strafgericht enden

Wien (ARBÖ) - Es gibt kaum einen Verkehrsteilnehmer, der sich
nicht zumindest schon einmal über riskante oder provozierende Fahrmanöver anderer "Straßenkameraden" geärgert hat und dadurch in eine gefährliche Verkehrssituation geraten ist. Die ARBÖ-Verkehrsjuristen berichten über ein aktuelles Urteil des Oberlandesgerichtes Wien, durch das nun derartigem Fahrverhalten
der Riegel vorgeschoben wird: Rowdyhaftes Verhalten im Straßenverkehr kann demnach, auch wenn durch provozierende Fahrweise letztendlich kein Unfall verursacht wird, zum
Strafgericht führen.

Im gegenständlichen Fall schnitt Wolfgang M. mit seinem
Fahrzeug auf die rechte Fahrspur, knapp vor das Fahrzeug von
Manuela S. Diese betätigte daraufhin aus Ärger die Lichthupe. Die Antwort von Wolfgang M. hierauf war - abgesehen vom erhobenen Mittelfinger - eine abrupte und ohne jeden ersichtlichen Grund getätigte Vollbremsung. Manuela S. mußte eine Notbremsung einleiten, sonst wäre sie mit dem Auto ihres Vordermannes kollidiert. Sie erstattete daraufhin Anzeige gegen Wolfgang M.

ARBÖ-Verkehrsjuristin Mag. Renate Göppert: "Das
Oberlandesgericht Wien stellte dazu nun eindeutig fest, daß das plötzliche Abbremsen eines Fahrzeuges ohne verkehrsbedingte Notwendigkeit eine besonders unfallträchtige Vorgangsweise darstellt. Durch derartige Fahrmanöver wird vorsätzlich eine kritische Verkehrssituation geschaffen, die man nicht als eine im Straßenverkehr häufig vorkommende 'blockierende' oder 'unfreundliche' Fahrweise verstehen kann, die nur der verwaltungsbehördlichen Ahndung vorbehalten bleibt."

Im gegenständlichen Fall wurde der Lenker wegen Nötigung nach Paragraph 105 Strafgesetzbuch rechtskräftig zu einer für eine Probezeit von drei Jahren bedingt nachgesehenen Freiheitsstrafe
von fünf Monaten verurteilt.

Die ARBÖ-Verkehrsjuristin abschließend: "Dieser Fall zeigt, daß für rowdyhaftes Verhalten im Straßenverkehr - auch wenn letzendlich kein schwerer Unfall passiert - die Endstation das Strafgericht sein kann."

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