FSG-Bundesvorsitzender Nürnberger: Welches Österreich wollen wir?

"Wer den Weg mit Viktor Klima weiter gehen will, muss Klima auch wählen"

Wien (FSG). "Nur noch wenige Tage trennen uns von der Nationalratswahl am 3. Oktober. Diese Wahl wird eine Schicksalswahl für Österreich. Die Wählerinnen und Wähler, wir alle, müssen darüber entscheiden, welchen Weg Österreich in Zukunft gehen will", heißt es eingangs in einem Aufruf des Bundesvorsitzenden des Fraktion Sozialdemokratischer GewerkschafterInnen (FSG), Rudolf Nürnberger, für die Nationalratswahl am kommenden Sonntag. ++++

Nürnberger weiter:
+ "Wollen wir ein Österreich, in dem die Interessen der Beschäftigten etwas zählen - oder wollen wir ein Österreich, in dem Politik nach den Bedürfnissen der Unternehmer gemacht wird?
+ Wollen wir ein Österreich, in dem Jugendliche gut ausgebildet sind und Chancen auf sichere Arbeitsplätze haben - oder wollen wir ein Österreich, in dem den Unternehmen immer mehr Geschenke gemacht werden, damit sie Jugendliche ausbilden?
+ Wollen wir ein Österreich, in dem Frauen und Männer die gleichen Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben - oder wollen wir ein Österreich, in dem die Arbeitsmarktpolitik für Frauen darin besteht, sie nach Hause zu Küche und Kindern zu schicken?
+ Wollen wir ein Österreich, in dem Arbeiterinnen, Arbeiter und Angestellte endlich gleich gute Rechte haben - oder wollen wir ein Österreich, in dem die Gerechtigkeit darin besteht, dass alle die gleich schlechten Rechte, zum Beispiel im Urlaubsrecht, haben?

Der 3. Oktober wird auch deshalb ein Schicksalstag für unser Land, weil es mehrere deutliche Anzeichen für eine mögliche schwarz-blaue -oder blau-schwarze - Koalition gibt. Einige ÖVP-Politiker schließen eine Zusammenarbeit mit der Haider-FPÖ nicht mehr aus. In vielen Fragen sind FPÖ und ÖVP schon jetzt auf einer Linie, beispielsweise in der Sicherheitspolitik, bei den Themen Neutralität und NATO, weitgehend auch in der Familienpolitik."

Es geht um viel für unser Land

"Bei dieser Schicksalswahl geht es also um viel für unser Land," so Nürnberger weiter:

+ "Es geht darum, einen Herrn Haider zu verhindern, dessen Vorstellungen von Familienpolitik nicht nur ungerecht sondern auch unfinanzierbar sind, und der unter anderem ein Pensionssystem schaffen will, das sich nur mehr die Reichen leisten können.
+ Es geht darum, einen Herrn Fasslabend als "Sozialminister" zu verhindern, der ältere Arbeitnehmer unter dem Mindestlohn bezahlen will, wenn das dem Erhalt der Arbeitsplätze dient.
+ Es geht darum, einen Herrn Prinzhorn zu verhindern, der für eine Wirtschaftspolitik steht, die arbeitnehmerfeindlicher nicht sein könnte.
+ Es geht darum, einen Herrn Bartenstein zu verhindern, der Sozialleistungen mit Familienleistungen verwechselt und die von Erwerbstätigen eingezahlten Beiträge an Millionärsgattinnen verteilen will.

Wer den Weg mit Viktor Klima weiter gehen will, muss ihn auch wählen

Jede und jeder Einzelne kann bei den Wahlen mitbestimmen, welchen Weg unser Land geht. Wer den Weg in Richtung Gerechtigkeit, Fairness, Chancengleichheit und Solidarität gehen will, muss mit der Stimmabgabe in der Wahlzelle am 3. Oktober dafür sorgen, dass die Sozialdemokratinnen und Sozialdemokraten diesen Weg fortsetzen können. Wer den Weg mit Viktor Klima weiter gehen will, muss ihn auch wählen."

FSG, 30. September 1999 Nr. 78

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