Leopold will sich für "Wally" an Österreichischer Galerie schadlos halten - Schwere Sicherheitsbedenken gegen neues Wiener Leopold-Museum - Klagen gegen österreichische Journalisten erwogen.

Wien (OTS) - Er lehnt internationales Schiedsgericht ab Vorausmeldung NEWS 39/30.9.1999 =

Rudolf Leopold geht nach der Heimkehr des in New York beschlagnahmten Bildes "Tote Stadt" und nach der Einbehaltung des "Bildnis Wally" nun in die Offensive. Das erklärt der bedeutende Sammler in einem Interview für die morgen erscheinende Ausgabe des Wochenmagazins NEWS.

Sollte "Wally" - in den USA wurden Vorerhebungen wegen Diebstahls eingeleitet - der Sammlung Leopold aberkannt werden, will sich der Sammler laut NEWS-Interview an der Österreichischen Galerie im Oberen Belvedere schadlos halten. Die hatte Leopold im Jahr 1954 das "Bildnis Wally" unter Versicherung der Unbedenklichkeit gegen das von ihm korrekt erworbene Schiele-Gemälde "Rainerbub" eingetauscht. Die Rückgabe des "Rainerbub" (Wert: deutlich über 50 Millionen Schilling) will die Stiftung Leopold nun einklagen, sollte "Wally" verloren gehen.

Das vorgeschlagene internationale Schiedsgericht über das Schicksal "Wallys" lehnt Leopold ab: "Gegen einen solchen Spruch ist nicht einmal Berufung möglich."

Leopold äußert via NEWS auch schwere Sicherheitsbedenken gegen das im Wiener Museumsquartier entstehende Leopold-Museum (Dachgleiche am 1. Oktober): "Man will plötzlich an den Sicherheitsvorkehrungen sparen. Wenn in den hohen Räumen ein Brand ausbricht, verbrennen alle Bilder, bevor noch Alarm ausgelöst wird."

Zuletzt erklärt Leopold, nach der Heimkehr der "Toten Stadt" auf Entscheid des New Yorker Höchstgerichts behalte er sich Klagen gegen bestimmte österreichische Journalisten wegen übler Nachrede vor.

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