Sozialmedizinische, soziale Dienste sind heute selbstverständlich

Votruba: NÖ ist Top Region im Bereich der Hilfe und Pflege

St.Pölten (NLK) - Vertreter der sozialmedizinischen und sozialen Betreuungsdienste, Fachleute aus Medizin, der Sozialversicherungen und Gemeinden sowie Mandatare trafen heute zu einer Fachenquete im Landtagssitzungssaal des NÖ Landhauses in St.Pölten zusammen: Seit 20 Jahren bestehen die sozialmedizinischen und sozialen Betreuungsdienste in Niederösterreich, und was 1979 mit Ansätzen in Form von Gemeindeschwestern oder sozialen Diensten schließlich in einen Landtagsbeschluß mündete, ist heute ein eigener Dienstleistungszweig.

Daß Hilfe und Pflege zum Menschen kommen, war damals ein ganz neuer Gesichtspunkt, erinnerte Landesrätin Traude Votruba in ihrer einführenden Rede. Die sozialmedizinischen und sozialen Dienste, also Heimhilfe, Altenhilfe, Hauskrankenpflege, Familienhilfe und Therapie, seien heute für die Menschen selbstverständlich, aber auch die Tatsache, daß heute jede Organisation - also NÖ Hilfswerk, NÖ Volkshilfe und Caritas St.Pölten und Wien - alle Dienste anzubieten haben, daß Sozialstationen und Sozialzentren sich um die Menschen kümmern. Das Bundespflegegesetz 1993 und der 15a-Vertrag mit dem Bund seien ein großer Schritt nach vorne und eine "Säule" im Umgang mit den Menschen gewesen. Dazu kommen Dienste wie das Notruftelefon, "Essen auf Räder", das Home-Service oder die Kurzzeitpflege. Ein eigener Arbeitsmarkt sei entstanden, auch die Ausbildung sei festgelegt worden. Die Gründung des "Pflegeforums" 1994 habe die Verstärkung des Miteinanders aller Berufsgruppen gebracht. Heute würden mehr Menschen mobil als in Heimen betreut. 10.657 Hilfeempfänger bei 3.065 Beschäftigten, davon 768 Diplomkranken-Pflegekräfte, 212 Sozialstationen im Jahr 1998 und 2,3 Millionen Einsatzstunden heuer würden alles besagen. "Wir haben das nur deshalb erreicht, weil es Menschen gibt, die im Interesse der Menschlichkeit die Arbeit für unsere älteren und hilfsbedürftigen Mitbürgerinnen und Mitbürger zu ihrem Lebensinhalt gemacht haben und die ihre ganze Kraft, ihr Können und ihre Ausbildung einbringen, um zu helfen", sagte Votruba.

Gerade bei den älteren Menschen zeige sich, daß Niederösterreich im Bereich der Hilfe und der Pflege eine Top Region ist. Bekannterweise nehmen vor allem die Hochbetagten weiter zu, auch die Zahl der alleinlebenden älteren Menschen, wobei hier die Männer keine Ausnahme darstellen. Nur eine qualifizierte Betreuung und ein enges Miteinander aller Stellen würden helfen, daß die Menschen so lange wie möglich zu Hause oder in der Gemeinde leben können. Neue Wege der Betreuung und der Hilfe sieht Votruba in der Angehörigen- und in der Tagesbetreuung sowie im Hospizwesen. Aber auch die Betreuung in der Nacht werde man diskutieren müssen. Jedenfalls sei eine verstärkte Werbung für die sozialen und sozialmedizinischen Betreuungsdienste und ein Schwerpunkt bei der Ausbildung von Diplomkrankenschwestern vordringlich.

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