Museum für Urgeschichte Asparn/Zaya wird neugestaltet

Dreistufiger Ausbau bis 2002

St.Pölten (NLK) - Das Museum für Urgeschichte in Asparn an der Zaya, eine Außenstelle des NÖ Landesmuseums, wird in den nächsten drei Jahren neugestaltet. Die NÖ Landesregierung beschloß gestern die Vergabe der Arbeiten für den Innenausbau mit einem Kostenaufwand von 3,2 Millionen Schilling. In drei Bauphasen soll in den betriebsfreien nächsten drei Wintern das gesamte Museum inhaltlich und gestalterisch erneuert werden.

Der wertvolle bisherige Bestand wurde in den siebziger Jahren aufgebaut. Seither ergaben sich durch vielfache Ausgrabungen neue Erkenntnisse, und auch die wissenschaftliche Methodik hat sich gewandelt. "Wir wollen kein Erlebnismuseum gestalten, dazu haben die hier ausgestellten Funde zu viel Würde. Denn hier wird man auch anhand von Knochenfunden die ersten großen Massaker nachvollziehen können, wie sie beispielsweise in Schletz entdeckt wurden", beschreibt der ausführende Architekt Mag. Carl Auböck die Grundzüge des Museums. Man wird in einer Gegenüberstellung feststellen können, wie man früher die Urgeschichte präsentierte und wie man sie heute sieht. Dieser durchaus reizvolle Kontrast ist Teil des Museumskonzeptes. Einzelne Gesichtspunkte der Menschheitsgeschichte dieser Zeit wie Bestattung, Ernährung, medizinische Versorgung, Werkzeugentwicklung, Kupfer- und Erzabbau werden eine wichtige Rolle spielen. "Die Jugend soll erkennen können, daß die Archäologie in bezug auf die Urgeschichte eine sehr nahe Wissenschaft ist, denn nur 20 Zentimeter unter der Erde finden sich die Zeugen des menschlichen Lebens vor 2000 Jahren", meint Auböck. In der Wissenschaft gab es immer wieder Fehlinterpretationen, auch darauf soll näher eingegangen werden. Schließlich kann man auch verschiedene Objekte wie Faustkeile und Holzgegenstände angreifen - in Rekonstruktion selbstverständlich - und fühlen, was ein Mensch der Bronzezeit gespürt haben muß. Kartentische an den Fenstern enthalten Fundberichte. Von dort aus gewinnt man auch Perspektiven in Richtung der Fundplätze in der Landschaft ringsum. Noch nicht enthalten im Ausbauprogramm sind Computeranimation und medial ausgestaltete Außenanlagen, hier wird die technische Entwicklung noch abgewartet. Der Betrieb läuft neben dem Ausbau voll weiter, mit der Eröffnung ist im Jahr 2002 zu rechnen.

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