LR Bauer: Appell an Donauschifffahrt: Haltet unsere Donau ölfrei!

Feuerwehr oft hilflos angesichts der Riesenölteppiche

St. Pölten (SPI) - "Der Nationalpark Donauauen ist mit einem eindringlichen Hilferuf an mich herangetreten, auf die großen Umweltgefahren aufmerksam zu machen, die mit einem allzu sorglosen Umgang beim Leeren oder Reinigen von Schiffstanks einhergehen", wendet sich der NÖ-Naturschutzlandesrat Dr. Hannes Bauer an die Donauschifffahrt. Erst vor kurzem wurde auf der Donau in der Nähe des Nationalparks Donauauen ein mehrere Hundert Meter großer Ölteppich entdeckt, der von der Feuerwehr gerade noch - auch zurückzuführen auf den glücklicherweise niedrigen Wasserstand - aufgehalten werden konnte, ehe er in den ökologisch sensiblen Mannsdorfer Hagels-Altarm eindringen konnte.****

"Was das für die Tier- und Pflanzenwelt bedeutet, bedarf wohl keiner großen Erklärung. Wir alle erinnern uns an die großen Ölkatastrophen in der Nordsee", macht Dr. Bauer auf die furchtbaren Konsequenzen aufmerksam. "Wir wissen, daß es nahezu unmöglich ist, die Täter auszuforschen, da sie stromabfahrend binnen Stunden Österreich verlassen haben oder mehrere Schiffe in Frage kommen, die verbotenerweise ihre Tanks reinigen oder verschmutztes Ballastwasser abpumpen", erklärt Bauer. Leider sind manchmal auch die Feuerwehren machtlos, weil ihnen nicht die notwendige Ausrüstung zur Verfügung steht. "Deshalb noch einmal mein Appell, unsere Donau ölfrei zu halten und dieses Bewusstsein auch außerhalb die Grenzen Österreichs zu transportieren. Im Sinne der Natur ist auch eine verschärfte Kontrolle durch die Schifffahrtspolizei angebracht und alle Personen, die Zeuge eines solchen Vorganges werden, ersuche ich, sofort die Behörden zu verständigen, damit die "schwarzen Schafe" ausgeforscht werden können", so der Naturschutzpolitiker weiter.

"Nicht nur heuer im Jahr der Naturparke müssen wir verstärkt auf das hochsensible ökologische Gleichgewicht achten, wir müssen auch in der Zukunft mit vereinten Kräften dafür arbeiten, Niederösterreich in seiner Lebensqualität und seiner schönen Natur zu erhalten und zu verbessern", betont Landesrat Bauer.
(Schluß) sk/fa

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