Prammer: Jährlich 7.000 Salmonellenerkrankungen in Österreich- Neues Gesetz schafft Abhilfe

Neue Broschüre "Sichere Lebensmittel für Österreich" gibt KonsumentInnen wertvolle Tips im Umgang mit Lebensmitteln

Wien (OTS) - In Österreich sind jährlich rund 7.000 Salmonellenerkrankungen festzustellen, 1998 waren es insgesamt 6.971 Erkrankungen. Dieser Problematik sagt Konsumentenschutzministerin Barbara Prammer nun den Kampf an. Einerseits werden von der Lebensmittelkontrolle Hühnerfleisch und Eier schwerpunktmäßig kontrolliert. Andererseits startet mit Anfang des Jahres 2000 ein Salmonellenbekämpfungsprogramm.

Dieses Programm ist ein wesentlicher Schwerpunkt des neuen Tiergesundheitsgesetzes, das im Juni 1999 im Parlament beschlossen wurde. In einer ersten Phase werden zuerst die Elterntierherden untersucht. Bei einem Salmonellenbefall ist in Zukunft die gesamte Herde zu beseitigen, wobei der Tierhalter 75 Prozent des entstandenen Schadens ersetzt bekommt. "Salmo-nellen in Lebensmitteln sind ein echtes Problem. Mit dem Bekämpfungsprogramm können in Zukunft die KonsumentInnen besser geschützt werden", betont Prammer.

Begünstigt werden Salmonellenerkrankungen aber auch durch den unsachgemäßen Umgang mit Lebensmitteln (z.B. längere Aufbewahrung bei Raumtemperatur, unzureichende Erwärmung der Speisen). Zum Schutz vor Salmonellen gibt den KonsumentInnen eine neue Broschüre mit dem Titel "Sichere Lebensmittel für Österreich" wertvolle Tips. Ein Beispiel:
Salmonellen sterben völlig ab, wenn Lebensmittel 10 Minuten lang über 70 Grad Celsius erhitzt werden.

Die Broschüre gibt aber auch Antworten auf Fragen wie: Sie haben im Supermarkt ein verdorbenes Lebensmittel gekauft - wo bekommen Sie Hilfe? Wie sieht es mit Rückständen von Pflanzenschutzmitteln in Lebensmitteln aus? Gibt es bei uns gentechnisch veränderte Lebensmittel? Welche Lebensmittel werden oft beanstandet? Die Broschüre ist KOSTENLOS unter der Telefonnummer 01/71172/4700 erhältlich ist.

Das Nachschlagewerk informiert darüber hinaus über die Aufgaben der Lebensmittelkontrolle in Österreich. Die Lebensmittelskandale der vergangenen Jahre (z.B.: Dioxin-Skandal in Belgien) haben gezeigt, wie wichtig eine genaue Kontrolle der Lebensmittel ist. In Österreich sind derzeit 261 Lebensmittelkontrollore im Einsatz, die 1998 insgesamt 43.115 Proben gezogen haben.

Der belgische Futtermittelskandal hat gezeigt, daß die Lebensmittelkontrolle in Österreich ausgezeichnet arbeitet. Da die Gefahr bestand, daß auch in Österreich mit Dioxin belastete Lebensmittel in Umlauf sind, hat Österreich sofort gehandelt und rascher als die EU ein Importverbot für belgisches Fleisch und Milchprodukte verhängt. Insgesamt wurden in 707 Einsätzen verdächtige belgische Produkte aus den Regalen genommen und die Menschen in Österreich wirksam vor einer möglichen erhöhten Dioxinbelastung geschützt, so Prammer abschließend. (Schluß)

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