Maderthaner: EU-Erweiterung ist auch Chance für Elektrogewerbe

100-Jahr-Feier der Landesinnung Wien der Elektrotechniker, Radio- und Videoelektroniker

Wien (PWK) - "Die Nachfrage nach qualitativen Produkten und Dienstleistungen wird nach der EU-Erweiterung auch in den neuen Mitgliedsstaaten verstärkt gegeben sein. Die österreichischen Betriebe werden dabei zu allererst zum Zug kommen, und dies gilt auch für das Elektrogewerbe", erklärte Leopold Maderthaner, Präsident der Wirtschaftskammer Österreich, anlässlich der 100-Jahr-Feier der Landesinnung Wien der Elektrotechniker, Radio- und Videoelektroniker. Die Erweiterung der Europäischen Union solle daher in erster Linie als Chance gesehen werden, neue Märkte und Geschäftsmöglichkeiten wahrnehmen zu können. ****

Maderthaner strich hervor, wie wichtig es sei, dass Österreich als Mitglied der EU bei den Erweiterungs-Verhandlungen bereits jetzt mitreden kann. "Und vor allem, dass wir auch in Zukunft Leute in unserer Regierung haben, die diese Verhandlungen entsprechend führen können, weil sie auf europäischer Ebene anerkannt sind und ernst genommen werden." Nur so kann sich ein kleines Land wie Österreich im internationalen Wettbewerb behaupten.

Dies sei besonders für das Elektrogewerbe von Bedeutung, wo man ohnehin täglich einem harten Konkurrenzkampf ausgesetzt sei, betonte Maderthaner, der selber in der Elektrobranche unternehmerisch tätig ist. "Wir alle wissen beispielsweise über das Auseinanderklaffen von Theorie und Praxis in Bezug auf die Vergabe bei Ausschreibungen. Gerade in Wien gewinnt man häufig den Eindruck, es erhalte nicht der Best-, sondern der Billigstbieter den Zuschlag. Und das kann nicht im Interesse der öffentlichen Hand liegen."

Natürlich gebe es regionale Unterschiede was die Arbeitskosten anlangt, stellte Maderthaner klar. Dennoch sollte auch die Kenntnis der örtlichen Gegebenheiten und der Anlagen für die Auftragsvergabe entscheidend sein. "Eine Möglichkeit für die Verbesserung der Situation wäre eine von uns schon seit Jahren geforderte gesetzliche Verpflichtung zur Überprüfung elektronischer Anlagen in privaten und ländlichen Haushalten", so Maderthaner. Hohe Qualität und Sicherheit bei so sensiblen Geräten wie den elektronischen liege schließlich im Allgemein-Interesse.

Derartige Gesetzesbestimmungen würden aber nicht nur der Sicherheit und Qualität dienen, sondern könnten auch zusätzliche Arbeitsplätze und Lehrstellen schaffen, bemerkte Maderthaner und verwies auf die bundesweit rund 2.000 Lehrlinge, die die Elektrobranche beschäftigt und ausbildet. "Wir sprechen hier von einem richtigen Job-Motor, dem sich die öffentliche Hand nicht verschließen sollte."

Besondere Aktualität erhalte Sicherheit im elektronischen Bereich natürlich auch durch die Jahr-2000-Umstellung, die zu einer Überprüfung unserer Elektrogeräte zwinge, sagte Maderthaner. Vielleicht sei es gerade dadurch möglich, aufzuzeigen, wie sehr wir von der Technik im täglichen Leben abhängig sind und wie selbstverständlich Technik für uns alle ist, wenn sie funktioniert.

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