Riess-Passer fordert Beweisumkehr bei der Zulassung von Lebensmitteln

Hormonstreit mit der USA demaskiert die Verlogenheit der EU-Politik

Wien, 1999-09-29 (fpd) "Das EU-Geheimpapier zum Hormonstreit gegen die USA demaskiert die Verlogenheit der EU-Politik", so reagierte die geschäftsführende Bundesobfrau der FPÖ und NR-Spitzenkandidatin für Tirol, Dr. Susanne Riess-Passer, auf ein vertrauliches EU-Dokument, dem hervorgeht, daß die EU den Kampf bereits aufgegeben hat. Die Interessen der Konsumenten werden einer stärkeren Lobby geopfert, befürchtet Riess-Passer. ****

Es werde noch immer Stärke demonstriert, obwohl die EU von Anfang an nicht in der Lage oder willens war, im Interesse der Konsumenten und Landwirte geeignete Maßnahmen für ein Importverbot von Hormonfleisch aus den USA zu treffen, so Riess-Passer. So sei es sehr bezeichnend gewesen, daß die wissenschaftlichen Studien viel zu spät in Auftrag gegeben wurden und eine fristgerechte Vorlage daher gar nicht möglich war. Daß die Studien nun "bedeutende Lücken im wissenschaftlichen Wissen" aufweisen, könne daher auch gar nicht mehr weiter verwundern:
"Das einzige, worüber man sich noch wundern kann, ist die Geduld der Konsumenten", aber auch hier sei die Grenze sicher bald erreicht, ist Riess-Passer überzeugt.

"Die täglichen Horrormeldungen über unerwünschte Beigaben in unseren Lebensmitteln müssen endlich ein Ende haben", fordert Riess-Passer. Sie habe genug von diesen unappetitlichen Beimengungen, von denen man gar nie auf die Idee komme, daß sie auf unseren Tellern landen könnten. "Hormone, Antibiotika und genmanipulierte Organismen sind in unseren Lebensmitteln genauso unnotwendig wie Altöl, Klärschlamm oder Hunde, Katzen und Labortiere in Futtermitteln", ist Riess-Passer überzeugt, daß es auch andere Wege zur Nahrungsherstellung gibt.

Im Nachhinein den Nachweis zu erbringen, daß Hormone, Antibiotika oder genmanipulierte Organsimen in Nahrungsmitteln für den Menschen schädlich sind, sei nicht nur sehr schwierig, sondern würde auch viel zu lange dauern, berichtet Riess-Passer. "Bis dahin sind diese Lebensmittel längst im Konsumenten gelandet, die Auswirkungen sind ungewiß", so die freiheitliche Politikerin. Sie fordert daher neuerlich die Beweisumkehr bei der Zulassung von Nahrungsmitteln, eine Praxis, die in der Pharmacie gang und gebe ist. "Nur wenn ein Hersteller vor der Marktzulassung den Beweis erbringen kann, daß sein Nahrungsmittel nicht gesundheitsschädlich ist, darf es zugelassen werden", fordert Riess-Passer. Gemeinsam mit einer verbesserten Kennzeichnungsregelung würde die Beweisumkehr viel dazu beitragen, die Verunsicherung der Konsumenten auszuräumen, ist Riess-Passer überzeugt. (Schluß)

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