AK: Konsumenten können versprochene Gewinne jetzt einklagen

Wien (OTS) - Konsumenten können versprochene Gewinnzusagen ab 1. Oktober gerichtlich einklagen, informieren die AK Konsumentenschützer. Nach jahrelanger AK Forderung ist vor dem Sommer das Konsumentenschutz-Gesetz dementsprechend geändert worden. Versandhändler, die mit unseriösen Gewinnversprechen auf Kundenfang gehen, können nunmehr in die Pflicht genommen werden. ****

Postwurfsendungen mit Gewinnzusagen hat wohl schon jeder Konsument erhalten, ohne je an einem Preisausschreiben teilgenommen zu haben. Dass es sich lediglich um ein Einladung handelte, an einer Verlosung teilzunehmen, konnten die tausenden "Gewinner" nur am Kleingedruckten erkennen. Die Versandfirmen haben mit diesem Werbeschmäh das große Geschäft gemacht. Denn bisher war es für Verbraucher unmöglich, zugesagte Gewinne auch einzuklagen.

Die AK hat zwar unseriöse Versandfirmen wegen unlauteren Wettbewerbs geklagt. Viele AK Klagen waren auch erfolgreich, aber nicht immer wirkungsvoll: Einige Firmen haben mit diesen Gewinnspielen aufgehört oder verschwanden ganz vom Markt. Andere haben die Kosten der Klagsführung in die Preisgestaltung einkalkuliert und weitergeworben. Denn die niedrigen Strafen - im Vergleich zu den erzielten Umsätzen -wirkten nur wenig abschreckend. Außerdem stellten die AK Konsumentenschützer auch verstärkt Anbieter aus dem Ausland fest.

Gewinnzusage einklagen
Erhalten Konsumenten ab 1. Oktober eine Gewinnmitteilung, dann können sie diese Gewinnzusage gerichtlich einklagen. Das gilt auch für ausländische Versandhandelsfirmen mit einer Niederlassung in Österreich. In der Novelle zum Konsumentenschutz-Gesetz wurde diese jahrelange Forderung der AK aufgenommen. Damit ist zu erwarten, dass unseriöse Gewinnzusagen und Gewinnspiele bald der Vergangenheit angehören, sagen die AK Konsumentenschützer.

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