"WTO-Milleniumsrunde" Podiumsdiskussion, am 28.09.1999 an der Universität Wien

Wien (OTS) - Mit dem WTO-Vertrag 1994 sollte der Welthandel auf
eine neue Grundlage gestellt werden. Der zwischen den 135 WTO-Mitgliedsländern unterzeichnete permanente Abbau bislang bestehender nationaler Gesetze soll den Welthandel ankurbeln, damit zu einem steigenden Welthandelsvolumen und weiters zu höherem weltweiten Wirtschaftswachstum führen. Davon würden weltweit alle -der Norden wie der Süden - profitieren.

In diesem Vertrag wurde außerdem vereinbart, dass spätestens im Jahr 2000 eine Überprüfung des Vertrages vorgenommen wird, wobei die Vertragsteile "Landwirtschaft" und "Dienstleistungen (GATS)" als Fixstarter für eine neuerliche weltweite Deregulierungsrunde genannt sind.

Derzeit bereitet sich die Europäische Union für den vom 29. November bis 3. Dezember 1999 in Seattle vorgesehenen Verhandlungsstart vor. Für die EU-Mitgliedsländer führt die EU-Kommission die Verhandlung, die dazu ein Verhandlungmandat der Mitgliedsländer benötigt. Dieses Mandat soll am 1.Oktober in Florenz von den EU-Wirtschaftsministern formell beschlossen werden. Am Freitag, den 24. September wurde dazu auf hochrangiger BeamtInnenebene in Brüssel verhandelt.

Obwohl es um weitere Deregulierung von Handel, Dienstleistungen und Investitionen geht, ist die Position Österreichs bislang weitgehend unbekannt. Auch knapp zwei Wochen vor dem Beschluß des EU-Verhandlungsmandates.

Welche EU-Verhandlungsposition zeichnet sich ab? Welche Haltung nimmt dazu das für diese Verhandlungen zuständige Wirtschaftsministerium ein? Wie werden die Interessen der österreichischen LandwirtInnen, der ArbeitnehmerInnen und der Umweltschutzorganisationen vertreten? Wie sehen diese Interessensorganisationen der WTO-Milleniumsrunde entgegen? Welche Auswirkungen hat das WTO-Abkommen auf die Entwicklungsländer?

Die Fakultätsvertretung GeWi veranstaltet gemeinsam mit der Fakultätsvertretung GruWi und den Studienrichtungsvertretungen Soziologie, VWL und Wirtschaftsinformatik zu diesem brisanten Thema eine Podiumsdiskussion, am 28.9.1999, um 17:00, im Hörsaal 33 der Universität Wien, Dr.Karl Lueger Ring 1, 1010 Wien, mit:

Mag. Eva Dessewffy (Arbeiterkammer Wien)
Dipl. Ing. Helmut Eder (Präsidentenkonferenz der österreichischen Landwirtschaftskammern)
Dr. Suzanne Pichl (Bundesministerium für Wirtschaftliche Angelegenheiten)
Mag. Ernst Tüchler (ÖGB)
Dipl.Ing. Wolfgang Pirklhuber (die Grünen)

Moderation: Prof. Kunibert Raffer (Universität Wien)

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