Ausweitung der NÖ Patientenanwaltschaft geplant

Unabhängige Schiedsstelle und Härtefonds die nächsten Schritte

St.Pölten (NLK) - Die Bilanz der NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft, durch den weisungsfreien Anwalt im Rahmen einer Feier im NÖ Landhaus heute vorgestellt, ist durchaus zufriedenstellend: In den ersten fünf Jahren wurden zur Wahrung von Rechten und Interessen der Patienten 1.600 Einzelfälle bearbeitet und weitere telefonische Anfragen in großer Zahl erledigt. Auf außergerichtlichem Weg erreichte die Anwaltschaft insgesamt 20 Millionen Schilling zur Abgeltung von Schmerzensgeldforderungen, zur Klärung von medizinischen Sachverhalten wurden rund 500 fachärztliche Stellungnahmen eingeholt.

"Niederösterreich geht mit der unabhängigen Anwaltschaft einen vernünftigen eigenständigen Weg im Vergleich zu den anderen Bundesländern. Die Erfolgsquote kann als hervorragend bezeichnet werden, doch sind in Zukunft zusätzliche Themen zu behandeln", erklärt dazu der zuständige Landesrat Dr. Hannes Bauer. "Wir wollen in Zukunft auch den Kurbereich und, einem Wunsch der Anwaltschaft folgend, auch die niedergelassenen Ärzte miteinbeziehen." Weiters sollte, so Bauer, die Schiedsstelle der Ärztekammer in unabhängiger Form in die Nähe der Patientenanwaltschaft gerückt werden. Die Einrichtung eines Härtefonds wäre notwendig, damit der Patientenanwalt in sozialer Abwägung in Ausnahmefällen helfen kann.

Patienten- und Pflegeanwalt Dr. Richard Wandl, der aus Altersgründen in vier Monaten seine Tätigkeit beendet, tritt für eine Verlängerung der Verjährungsbestimmungen ein. Weiters wünscht er sich eine Ausdehnung der Zuständigkeit. "Besonders wichtig ist aber, daß der Patient den ersten Schritt zum Patientenanwalt tut", hebt Dr. Wandl hervor.

Die unabhängige NÖ Patienten- und Pflegeanwaltschaft ist im Tor zum Landhaus in St.Pölten untergebracht. Sie ist unter der Telefonnummer 02742/200/5575 oder 5635 erreichbar.

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