ÖGB: Bartenstein auf "Sozialdemontage-Tour"

Minister auf Abwegen

Wien/Graz (ÖGB Stmk.). Minister Bartenstein befindet sich zurzeit auf einer "Sozialdemontage-Tour" durch seine Heimat Steiermark. Bei seinen "asozialen Rundumschlägen" lässt er keine Situation aus, um die sozialen Errungenschaften des ÖGB zu verunglimpfen. Der steirische ÖGB Vorsitzenden Walter Pöschl verurteilt die Attacken Bartensteins auf das Schärfste.++++
Und so funktioniert Bartensteins Tour: Unternehmer versammeln ihre Belegschaft um den ÖVP-Minister, der dann in aller Ruhe versuchen kann, die Beschäftigten auf seinen wirtschaftsliberalen und arbeitnehmerfeindlichen Kurs einzuschwören: Abbau des Arbeitnehmerschutzes, weg mit den "unnötigen" Schutzbestimmungen für Frauen und starke Töne gegen Betriebsräte, so passiert u. a. bei Gröbl Möbel in Lieboch.
Dass sich keiner der Mitarbeiter gegen den Minister zu Wort meldet, deutet Bartenstein als Zustimmung. Der Wahrheit halber muss gesagt werden, dass die Gespräche überwiegend mit dem leitenden Personal geführt wurden. Die Gespräche mit Mitarbeitern wurden vom Firmeninhaber "überwacht". Gegenstimmen waren nicht erwünscht, heißt es aus der Belegschaft.
Walter Pöschl, Vorsitzender des ÖGB Steiermark: "Dass zu den Forderungen eines Familienministers der Abbau von sozialen Errungenschaften zählt, stimmt mich bedenklich. Eine Arbeitswelt ohne Spielregeln macht die Mitarbeiter zu Leibeigenen. Dieser Rückschritt würde, bedingt durch unmenschliche Arbeitszeiten, Lohn und Gehaltskürzungen usw. massive Verschlechterungen für Familien mit sich bringen. Ein Familienminister auf Abwegen, sozusagen." (Bac-) ÖGB, 27. September 1999 Nr. 447

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