Meinl-Prager-Deal ist sozialpolitischer Skandal

Die Angestellten und die Allgemeinheit bezahlen verfehlte Verkaufsstrategie des Meinl Vorstandes

Wien (ÖGB/GPA). Die Gewerkschaft der Privatangestellten - Sektion Handel, Verkehr, Vereine und Fremdenverkehr - ist über die Vorgangsweise des Meinl-Vorstandes bezüglich des Verkaufes von Filialen an den Unternehmer Günter Prager entsetzt. Befürchtungen, dass der Verkauf gar nicht zu Stande kommt, haben sich bestätigt. Es stellt sich die Frage, ob der Verkauf überhaupt ernsthaft betrieben wurde. ++++
Besonders empörend ist für die GPA die Tatsache, dass vor dem geplanten Verkauf gezielt ältere Angestellte in die Filialen - die verkauft werden sollten - versetzt wurden. Offenbar sollten auf diese Weise "Altlasten" an den Erwerber abgegeben werden. Nunmehr droht diesen Angestellten die Kündigung.
Waren die rund 200 Angestellten durch die Bekanntgabe eines Verkaufes an Prager ohnehin schon verunsichert, so herrscht jetzt endgültig Verwirrung bei den Betroffenen.
Der Meinl-Vorstand schuldet den Angestellten, den Betriebsräten und der Öffentlichkeit einige Erklärungen über die eigenartigen Vorgänge im Zusammenhang mit diesem "Verkauf".
Das Scheitern des Verkaufes bezahlen die Angestellten nun mit dem Verlust des Arbeitsplatzes und die Allgemeinheit durch die entstehenden sozialen Folgekosten.
Die BetriebsrätInnen und die GPA verlangen den Abschluss eines Sozialplanes für die - vorwiegend älteren - Angestellten. Darüber hinaus wird die GPA für die betroffenen Angestellten ab 1. 10. 1999 ein eigenes Beratungsservice einrichten. (Bac-)

ÖGB, 27. September 1999 Nr. 446

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