ARBÖ: Wochenendfahrverbote für Lkw dürfen nicht aufgeweicht werden

Rechte der Wohnbevölkerung und der Berufskraftfahrer nicht mißachten!

Wien (ARBÖ) - Gegen eine Vereinheitlichung der
Wochenendfahrverbote innerhalb der Europäischen Union, welche
einer Verschlechterung der Situation für die österreichische Bevölkerung gleichkommt, wendet sich der ARBÖ.

Derzeit sind die Wochenendfahrverbote für Lkw in den Mitgliedsländern der Europäischen Union unterschiedlich gestaltet. Jedes Land nimmt darin auf die speziellen Erfordernisse der Bevölkerung Rücksicht. In Österreich, das als Transitland besonders belastet ist, wurde erst im vergangenen Juni eine Erweiterung der bis zu diesem Zeitpunkt bestehenden Regelung bewirkt. Derzeit gilt das Lkw-Fahrverbot generell an jedem Wochenende: von Samstag 15.00 Uhr bis Sonntag 22.00 Uhr, an Feiertagen ebenfalls zwischen 00.00 Uhr und 22.00 Uhr. In den Sommermonaten, zwischen 15. Juni und 15. September, beginnt das Fahrverbot bereits an Samstagen um 8.00 Uhr, für Gefahrguttransporte Freitag um 8.00 Uhr.

Diese Regelungen haben sich bewährt und dürfen nun nicht im Zuge von Harmonisierungsbestrebungen aufgeweicht werden. Insbesondere plant die EU eine Einschränkung des Lkw-Fahrverbotes nur auf Sonn- und Feiertage zwischen 6.00 und 22.00 Uhr. "Die auf allen Autobahnstrecken ständig steigende Schwerverkehrsfrequenz führt zu einer immer stärkeren Belastung der Wohnbevölkerung durch Verkehrslärm”, stellt ARBÖ-Technik-Chef Dipl. Ing. Diether Wlaka fest, "nur die Nacht von Samstag auf Sonntag ist derzeit
weitgehend vom Schwerverkehr frei und ermöglicht vielfach erst dadurch die Nachtruhe.” Weiters ermöglicht das geltende Nachtfahrverbot in Österreich der großen Gruppe der Berufskraftfahrer die dringend notwendige Ruhepause. Eine Reduzierung des Wochenendfahrverbotes würde eine Verschlechterung der Arbeitsbedingungen bewirken.

Der ARBÖ appelliert an alle Verantwortlichen, das Recht der Bevölkerung auf Schutz vor Verkehrslärm und das Recht der Berufskraftfahrer auf ausreichende Ruhezeiten zu achten und die Beibehaltung der bewährten österreichischen Regelungen für Wochenend- und Nachtfahrverbote über die Bestrebungen einzelner Länder zur Lockerung der Fahrverbote zu stellen.

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