Neue Präsidentenvilla weiter historisch umstritten

Wirtschaftsministerium würde geplanten Wohnsitz des Bundespräsidenten nicht um kolportierten Preis kaufen

Wien (OTS) - Wie das Nachrichtenmagazin FORMAT in seiner am Montag erscheinenden Ausgabe berichtet, wird das Wirtschaftsministerium die geplante neue Wohnvilla von Bundespräsident Thomas Klestil, die im Besitz der BAWAG befindliche 'Villa Primavesi', nicht um den kolportierten Kaufpreis von 80 Millionen Schilling kaufen. Der zuständige Sektionsleiter im Wirtschaftsministerium, Wilhelm Kranzelmeyer, gegenüber FORMAT: 'Es gibt für mich keinen zwingenden Grund, genau dieses Gebäude zu kaufen. Die Widmungen sind ein Problem. Durch den Denkmalschutz, den auch der Park betrifft, sind größere Umbauten nicht möglich. Sollte ein anderer die Villa also um 85 oder 90 Millionen kaufen, dann ist der BAWAG nur zu gratulieren. Meiner Meinung ist das Gebäude viel weniger wert.'

Wie das Nachrichtenmagazin weiter berichtet, ist die Villa zudem weiter historisch umstritten. FORMAT präsentiert in seiner jüngsten Ausgabe Akten, wonach den ehemaligen in die USA emigrierten jüdischen Besitzern, dem Brüderpaar Basil Ignaz und Max Ludwig Panzer nach dem Krieg von der Republik Österreich eine Entschädigung von 50.000 Schilling für das während der Kriegshandlungen zerstörte Inventars per Bescheid durch das Finanzministerium verweigert wurde.

*** OTS-ORIGINALTEXT UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER

VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS ***

Rückfragen & Kontakt:

Klaus Zellhofer: 0676/ 416 07 13

Format-Redaktion,

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NEF/OTS