Österreichs Unternehmen führend im Umweltmanagement

Schwarzer: "Entlastung für Betriebe, die freiwillige Umweltmanagementsysteme einrichten!"

PWK - Österreichs Unternehmen nehmen im Umwelt-Management im internationalen Vergleich einen Spitzenplatz ein. Bereits rund 300 Betriebe haben ein freiwilliges Umweltmanagementsystem nach "EMAS" oder "ISO 14.001". Als Anreiz, diesen Bereich auszubauen bzw. abzusichern, wären bürokratische Erleichterungen sinnvoll: "Betriebe, die privat und freiwillig Umweltmanagementsysteme einrichten, sollen künftig von bürokratischen Verpflichtungen entlastet werden", forderte der Leiter der Umweltpolitischen Abteilung der WKÖ, Doz. Stephan Schwarzer, am Freitag im Rahmen einer Tagung des Umweltpolitischen Komitees der Wirtschaftskammerorganisation in Sierning, Oberösterreich. In diesem Gremium, das zwei Mal pro Jahr zusammentritt, beraten Experten aus ganz Österreich die aktuellsten Entwicklungen im Bereich der Umweltpolitik und des Umweltrechtes. ****

Durch Erleichterungen bei Genehmigungen und Meldepflichten könnte doppelter Aufwand vermieden werden, betonte Schwarzer. Wichtig wäre auch die Befreiung von übertriebenen Überwachungen. "Ein Abbau der Bürokratie wäre gerade in diesem Bereich ein ganz besonderer Anreiz für weitere Firmen, den nicht unbeträchtlichen Aufwand für ein freiwilliges Umweltmanagementsystem auf sich zu nehmen."

Die beiden wichtigsten Systeme sind derzeit das "Öko-Audit" nach der EMAS-Verordnung der EU sowie das weltweit angewandte System "ISO 14.001". Je 200 Firmen haben in Österreich eine Registrierung nach EMAS bzw. eine Zertifizierung nach ISO 14.001, wobei es Überschneidungen gibt. "Die Wirtschaft unterstützt beide Systeme. Je nach Bedarf sollte das eine oder das andere System zum Einsatz kommen", stellt Schwarzer fest.

In Österreich ist das ISO-System deutlich im Vormarsch und hat mit dem "Öko Audit" der EMAS-Zertifizierung gleichgezogen. "Beide Systeme sind sinnvoll und nützlich für die Umwelt", so der zuständige Experte der Umweltpolitischen Abteilung, Dipl.Ing. Adi Kerbl: "Eine gewisse Verzahnung gibt es, die Kompatibilität der beiden Systeme soll weiter ausgebaut werden".

Weltweit gesehen, hat das international gültige ISO-(International Standard Organisation)-Zertifikat mit 11.195 Registrierungen eine stärkere Verbreitung als EMAS (2.941 FÄLLE). Eine Ausnahme macht Deutschland, wo die Zahl der EMAS-Registrierungen (2.186) über jener des ISO-Systems (1.400 Fälle) liegt. Bezogen auf die Zahl der Bevölkerung, liegt Österreich bei der Dichte der Umwelt-Qualifizierungen weltweit an der Spitze.

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