ÖBB: 4 Milliarden ATS für die Schoberpaßstrecke

Letztes Teilstück für den zweigleisigen Ausbau der Schoberpaßstrecke wird in Angriff genommen

Wien (öbb): Mit dem Lückenschluß Unterwald - Kalwang bekommt die Obersteiermark eine hochrangige Schienenverbindung zu den wichtigsten Industriezentren Österreichs und Europas. 747 Millionen ATS werden in das letzte Teilstück investiert.. "Durch diese Investitionen wird eine leistungsfähige Nord-Südverbindung geschaffen. Davon profitiert die Bevölkerung und natürlich auch die Wirtschaft ", sagt ÖBB-Generaldirektor Stellvertreter Helmut Hainitz. Für den steirischen Landeshauptmann-Vize Peter Schachner-Blazizek ist das in Summe 4 Milliarden schwere Schienenprojekt eine "unverzichtbare Investition in die wirtschaftliche Wettbewerbsfähigkeit der Steiermark".****

Lückenschluß
In den zweigleisigen Ausbau des letzten Abschnitt der Schoberpaßstrecke investieren die ÖBB rund 747 Mio ATS. Die Planungen für das rund 4 km lange Teilstück Unterwald - Kalwang sind abgeschlossen und werden voraussichtlich im Herbst 2000 zur eisenbahnrechtlichen Genehmigung eingereicht. Der Baubeginn erfolgt im nächsten Jahr. 2004 ist mit dem Bauende zu rechnen.
Diese Investitionen
- garantieren den SteirerInnen noch mehr Qualität, weil die 63 km lange Schoberpaßstrecke zweigleisig befahrbar und einen reibungslosen und schnellen Zugverkehr gewährleistet,
- stehen für Kundenfreundlichkeit, weil Personentunnel und schienenfreie Bahnsteigzugänge für die Bahnreisenden noch mehr Sicherheit und Komfort bedeuten,
-erhöhen die Verkehrssicherheit für alle AutofahrerInnen, weil Eisenbahnkreuzungen aufgelassen und Über- und Unterführungen errichtet werden,
- steigern die Lebens- und Umweltqualität, weil Lärmschutzwände errichtet werden.

Die Baumaßnahmen im Detail
- Zweigleisiger Ausbau und Erneuerung der Bahnanlagen entlang der 4 km langen Strecke zwischen Unterwald und Kalwang
- Neubau des Unter- und Oberbaues, der Fahrleitung sowie der Fernmeldeeinrichtungen und Sicherungsanlagen
- Realisierung des gegenwärtig modernsten Tunnelsicherheitskonzeptes:
das bedeutet, die Ausstattung des Unterwaldtunnels mit zwei Randwegen, Handläufen, Fluchtnischen, Fluchtwegbeleuchtung, Bündelfunk und Löschwasserleitung, weiters die Errichtung von Tunnelrettungsplätzen an den Portalen und den Bau eines Hubschraubernotlandeplatzes beim Westportal.

Zweigleisig in die Zukunft

Wurden 1997 noch 4,7 Mio. Tonnen auf der Schoberpaßstrecke transportiert, so steigt das Güterverkehrsvolumen im Jahre 2015 auf 7,7 Mio. Nettotonnen im Jahr. Knapp 55 % des Güterverkehrs - so die Prognosen - werden Quelle oder Ziel im Grazer Raum haben. Zusammen mit 25 % des Volumens, die in bzw. aus der Obersteiermark geliefert werden, ergeben sich für die wirtschaftlichen Kernregionen der Steiermark gesamt rund 80 % des Güterverkehrs. Nutznießer der hochrangigen Schienenanbindung in den Norden, insbesondere an den Linzer Ballungsraum, sind die Wirtschaftsräume Obersteiermark und Graz (inklusive Umlandgemeinden). Die steigenden Papier- und Holztransporte sowie Eisen und Stahl sind maßgeblich von der Hochrangigkeit des Güterverkehrs über den Schoberpaß bestimmt. Durch den Streckenausbau der Schoberpaßstrecke werden die Schienenkapazitäten erhöht, die Reise- und Transportgeschwindigkeit angehoben und Gleisanlagen den hohen Umweltstandards angepaßt.

Was bisher geschah
Bereits 1983 beginnen die ersten Bauarbeiten im zweigleisigen Ausbau der Schoberpaßstrecke zwischen Trieben - Gaishorn. In den folgenden Jahren fließen rund 4 Mrd. ATS in den Ausbau der Bahninfrastruktur am Schoberpaß. Abgesehen vom 4 km langen Teilstück Unterwald - Kalwang ist der durchgehende zweigleisige Ausbau zwischen Selzthal und St. Michael ( 5 km) weitgehend abgeschlossen. Im Rahmen des Streckenausbaus wurden acht Bahnhöfe und fünf Haltestellen modernisiert, Bahnsteige und zehn Personentunnel errichtet, Sicherungsanlagen installiert, Unter- und Oberbau, Fernmeldeeinrichtungen und die Fahrleitung neu gebaut. 68 Eisenbahnkreuzungen wurden durch 50 Brücken bzw. Unterführungen ersetzt und erhöhen die Sicherheit für Fußgänger und Autofahrer. Mit dem Lückenschluß Unterwald - Kalwang realisieren die ÖBB den letzten Abschnitt im zweigleisigen Ausbau der 63 km langen Schoberpaßstrecke. Ab 2004 steht der steirischen Bevölkerung und der Wirtschaft dieser Region eine moderne, schnelle und leistungsfähige Schieneninfrastruktur zur Verfügung.
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