Bezirkshauptmannschaft Gmünd wird 100

"Tag der offenen Tür" und Festakt

St.Pölten (NLK) - Die Bezirkshauptmannschaft Gmünd ist 1899 aus Teilen der Bezirke Waidhofen an der Thaya und Zwettl hervorgegangen und wird jetzt 100 Jahre alt. Das ist Anlaß für die Bezirkshauptmannschaft Gmünd, das 100-Jahr-Jubiläum mit einem "Tag der offenen Tür" am 28. September und mit einem Festakt am 1. Oktober zu feiern.

Am Dienstag, 28. September, wird von 9 bis 17 Uhr den Bewohnern Gelegenheit geboten, beim "Tag der offenen Tür" die Bezirkshauptmannschaft in Gmünd, Schremser Straße 8, im Rahmen einer Führung zu besichtigen. Gleichzeitig findet eine Präsentation der Gemeinden des Bezirkes statt. Eine Leistungsschau der Bundesgendarmerie, der Feuerwehren, von Gewerbebetrieben, des Österreichischen Bundesheeres, des NÖ Zivilschutzverbandes, des Roten Kreuzes und der Zollwache ergänzen das Programm. Musikalisch umrahmt wird der "Tag der offenen Tür" von verschiedenen Kapellen, Chören und der Volkstanzgruppe Großschönau.

Am Freitag, 1. Oktober, findet um 9.30 Uhr die Festveranstaltung vor der Bezirkshauptmannschaft Gmünd - bei Schlechtwetter im Foyer des Gebäudes - statt. Die Begrüßung der Festgäste wird durch Bezirkshauptmann Dr. Gerhard Schütt vorgenommen. Nach Grußworten der Obmänner der Gemeindevertreterverbände, Bürgermeister Otto Huslich und dessen Amtskollege Hans Pichler, hält Landeshauptmann Dr. Erwin Pröll die Festansprache.

In den Reden wird zweifellos die Situation von Gmünd vor etwas mehr als 100 Jahren beleuchtet werden, als der damalige Statthalter von Niederösterreich, Graf Erich Kielmansegg, eine bessere Verwaltung durch die Aufteilung der größeren Bezirkshauptmannschaften anstrebte. Die Größe der Bezirkshauptmannschaften Waidhofen an der Thaya und Zwettl war für die Gemeindepolitiker von Gmünd jedenfalls Grund genug, für deren Teilung einzutreten. Gmünd sollte also eine eigene Bezirkshauptmannschaft werden. Ausschlaggebend waren vor allem die schlechten Verkehrsverbindungen zwischen Gmünd, Waidhofen an der Thaya und Zwettl. Außer Gmünd bewarben sich auch Schrems und Weitra um den Sitz der neuen Behörde. Im Mai 1898 fiel die Entscheidung für Gmünd, und kurz darauf wurde die Baubewilligung für die Bezirkshauptmannschaft erteilt. Vierzehneinhalb Monate später wurde der Bau übergeben, und mit 1. Oktober 1899 begann die Amtswirksamkeit der Bezirkshauptmannschaft Gmünd. Die Gemeinde - Gmünd hatte damals 2.500 Einwohner in 236 Häusern - vermietete das Gebäude und den Garten an den Staat.

Die neue Verwaltungsbehörde umfaßte 101 Ortsgemeinden, heute sind es 21. Die Bevölkerung Gmünds lebte vor hundert Jahren - neben Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft - von den Werkstätten der k.k. Staatsbahnen, von der Fabrik der Gebrüder Backhausen in Hoheneich, der Wirkwarenfabrik Mittermayer, von Webgeschäften und Steinbrüchen.

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