Brauner nach AK-Fleischuntersuchung: Ablauffristen verkürzen!

Heuer über 3.500 Fleisch- und Geflügelproben vom Marktamt gezogen

Wien, (OTS) Die Wiener Konsumentenstadträtin Mag. Renate Brauner plädierte nach den Untersuchungsergebnissen der AK Wien
bei Geflügel und Fleisch dafür, die Ablauffristen bei Frischfleisch zu verkürzen. Der in Teilen konstatierte Rückgang der Beanstandung bestätige hingegen den konsequenten Weg
intensiver Marktamtsrevisionen - 1999 allein 3.500 Proben bei Fleisch und Fleischwaren - und die Entscheidung, die BeamtInnen
mit modernem Equipment auszurüsten.

Verkürzung der Ablauffristen in der Lebensmittelkennzeichnungsverordnung

Im Unterschied zur Mindesthaltbarkeit bei gefrorenen Waren
gibt die Verbrauchsfrist an, bis wann ein Produkt verbraucht
werden soll. Bei Frischfleisch sind es derzeit drei Tage, bei verpacktem Geflügel fünf Tage, erläutert die Konsumentenschützerin Brauner. "Hier zeigt die Studie ganz klar: Wenn die KonsumentInnen bis zum Ende der deklarierten Verbrauchsfrist Zuhause tatsächlich zuwarten, sind die Produkte in einigen Fällen bereits verdorben. Das heißt jedoch als Umkehrschluss, dass der Handel die Ablauffristen sehr großzügig angibt."

Als Konsequenz erneuert Brauner ihre Forderung nach mehr Eigenkontrolle im Handel gerade im Umgang mit dem sensiblen Lebensmittel Fleisch. Gleichzeitig sollten die Ablauffristen, laut Brauner, "auf ein für die VerbraucherInnen sinnvolles Maß verkürzt werden".

Neue Lasertermometer des Marktamtes bewähren sich

Auch das von der AK-Studie festgestellte Manko unzureichender Lager- bzw. Produkttemperaturen sieht die Wiener Konsumentenstadträtin als bedenklich an. "Hier schließt sich der Kreis", erinnert sie: "Denn auch geringe Kühlkettenunterbrechungen verkürzen die Haltbarkeit." Bei den ständig laufenden Probenziehungen des Marktamtes - heuer bereits ca. 3.500 Proben
von Fleisch und Geflügel - wurde die Einhaltung der vorgeschriebenen Lagertemperatur, die bei Fleisch und Geflügel höchstens vier Grad Celsius ausmachen darf, streng überprüft. In zahlreichen Fällen mussten bei Unterschreitungen der Temperatur Anzeigen erstattet werden.

Überdies hat die Marktamtsdirektion eine über die routinemäßigen Kontrollen hinausgehende wienweite Aktion gestartet. Hier wird die ordnungsgemäße Kühlung von Lebensmitteln, vom Fleisch über Milchprodukte bishin zu Tiefkühlwaren überprüft. Generell sei die Arbeit der LebensmittelpolizistInnen, so der abschließende Kommentar von Brauner, durch die Anschaffung von Infrarotlaserthermometern maßgeblich erleichtert worden. Mit den insgesamt 80 Spezialmessgeräten aus den USA könne man sekundenschnell und sehr exakt die Oberflächentemperatur messen. Brauner: Die Investition von rund 180.000 Schilling habe sich bereits jetzt mehr als bewährt. (Schluss) wb/

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