GRÜNEWALD KRITISIERT TENDENZ ZU ZWEI-KLASSEN-MEDIZIN

Fünf Punkte für eine patientengerechte, humane und soziale Gesundheitspolitik

"Das derzeitige Gesundheitssystem wird immer mehr zu einer Zwei-Klassen-Medizin, denn immer mehr Leistungen werden nicht oder nur zu einem geringen Teil von den Krankenkassen finanziert und das trifft vor allem die ärmeren Bevölkerungsgeschichten", kritisiert der Gesundheitssprecher und Nationalratskandidat der Grünen, Prof. Kurt Grünewald. Die Grünen stellen daher heute ein fünf Punkte beinhaltendes Forderungsprogramm für eine patientengerechte, humane und soziale Gesundheitspolitik vor.

1) Stärkung der wohnortnahen ambulanten Versorgung, da es damit zu einer Reduktion von kostenintensiven, nicht zwingend notwendigen Spitalsaufenthalten kommt

2) Einführung einer veschuldensunabhängigen Haftungsregelung bei Behandlungssschäden

3) Keine Rationierung bei den Gesundheitsleistungen bei alten Menschen, denn die Tendenz in anderen Ländern geht bereits dahin, älteren Menschen keine teuren Operationen mehr zuzugestehen

4) Eine verfassungskonforme, bundesweite Regelung der Privathonorarproblematik, wie sie seit über zehn Jahren vom Rechnungshof verlangt wird

5) Erweiterung des Hilfsmittelkatalogs der Krankenkassen, denn immer mehr Maßnahmen der Rehabilitation werden nicht mehr von den Krankenkassen finanziert.

Weiters fordert Grünewald den Ausbau von qualitätssichernden Maßnahmen im ambulanten und stationären Bereich, sowie eine verbesserte Versorgung chronisch und unheilbar kranker PatientInnen. "Gesundheit darf in einem der reichsten Länder der Erde keine Frage des Einkommens sein", schließt Grünewald.

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